Beschreiben Sie kurz die Anwendung von speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) und die Probleme, die bei deren Verwendung zu beachten sind.
2026-02-21 11:13:13··#1
Zusammenfassung: Dieser Artikel stellt die Anwendung von speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) in der industriellen Steuerung vor und erörtert verschiedene Aspekte, die für den ordnungsgemäßen Betrieb von SPS während der Anwendung zu berücksichtigen sind. Abschließend werden einige sinnvolle Empfehlungen gegeben. Schlüsselwörter: SPS, industrielle Steuerung, Entstörung, Verdrahtung, Erdung, Empfehlungen. I. Einleitung: Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) haben im Laufe der Jahre einen Quantensprung von der Verdrahtungslogik zur gespeicherten Logik vollzogen. Ihre Funktionen haben sich von einfachen zu komplexen Systemen weiterentwickelt und den Fortschritt von der logischen zur digitalen Steuerung erreicht. Ihre Anwendungsbereiche haben sich von klein zu groß erweitert, sodass sie nun vielfältige Aufgaben wie Bewegungssteuerung, Prozesssteuerung und verteilte Steuerung übernehmen können. Moderne SPS verfügen über deutlich verbesserte Fähigkeiten in der Verarbeitung analoger Signale, digitaler Berechnungen, Mensch-Maschine-Schnittstellen und Netzwerken. Sie sind zum Standard in der industriellen Steuerungstechnik geworden und spielen eine zunehmend wichtige Rolle in verschiedenen Branchen. II. Anwendungsbereiche von SPS: SPS werden heutzutage in verschiedenen Branchen im In- und Ausland eingesetzt, darunter Stahl, Erdöl, Chemie, Energie, Baustoffe, Maschinenbau, Automobilindustrie, Textilindustrie, Transportwesen, Umweltschutz und Unterhaltung. Ihre Anwendungen lassen sich im Wesentlichen wie folgt kategorisieren: 1. Schaltlogiksteuerung: Sie ersetzt herkömmliche Relaisschaltungen und ermöglicht so die logische und sequentielle Steuerung. Dies kann zur Steuerung einzelner Geräte, Maschinengruppen und automatisierter Produktionslinien genutzt werden. Beispiele hierfür sind Spritzgießmaschinen, Druckmaschinen, Heftmaschinen, Kombinationswerkzeugmaschinen, Schleifmaschinen, Verpackungsanlagen und Galvanisierungsanlagen. 2. Industrielle Prozesssteuerung: In industriellen Produktionsprozessen treten kontinuierlich veränderliche Größen (analoge Größen) wie Temperatur, Druck, Durchflussrate, Füllstand und Drehzahl auf. SPS verwenden entsprechende A/D- und D/A-Wandler sowie verschiedene Regelalgorithmen, um diese analogen Größen zu verarbeiten und eine Regelung im geschlossenen Regelkreis zu realisieren. Die PID-Regelung ist eine gängige Methode in allgemeinen Regelkreisen. Die Prozesssteuerung findet breite Anwendung in der Metallurgie, der chemischen Verfahrenstechnik, der Wärmebehandlung und der Kesselsteuerung. 3. Bewegungssteuerung: SPSen können zur Steuerung von Kreis- oder Linearbewegungen eingesetzt werden. In der Regel kommen spezielle Bewegungssteuerungsmodule zum Einsatz, wie z. B. ein- oder mehrachsige Positionssteuerungsmodule, die Schrittmotoren oder Servomotoren ansteuern können. Diese finden breite Anwendung in verschiedenen Maschinen, Werkzeugmaschinen, Robotern, Aufzügen und anderen Bereichen. 4. Datenverarbeitung: SPSen verfügen über Funktionen wie mathematische Operationen (einschließlich Matrix-, Funktions- und logischen Operationen), Datenübertragung, Datenkonvertierung, Sortierung, Tabellensuche und Bitmanipulation. Sie können Daten erfassen, analysieren und verarbeiten. Die Datenverarbeitung wird üblicherweise in großen Steuerungssystemen in Branchen wie der Papierherstellung, der Metallurgie und der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt. 5. Kommunikation und Vernetzung: Die SPS-Kommunikation umfasst die Kommunikation zwischen SPSen sowie die Kommunikation zwischen SPSen und anderen intelligenten Geräten. Mit der Entwicklung von Fabrikautomatisierungsnetzwerken verfügen moderne SPSen über Kommunikationsschnittstellen, was die Kommunikation erheblich vereinfacht. III. Anwendungseigenschaften von SPSen: 1. Hohe Zuverlässigkeit und starke Störfestigkeit: Hohe Zuverlässigkeit ist eine Schlüsseleigenschaft elektrischer Steuergeräte. Dank moderner, hochintegrierter Schaltungstechnik und strenger Fertigungsprozesse verfügen SPSen über fortschrittliche Störfestigkeitstechnologien in ihren internen Schaltkreisen, was zu hoher Zuverlässigkeit führt. Im Vergleich zu Relais-Schütz-Systemen gleicher Größe reduziert sich die Anzahl der elektrischen Leitungen und Schaltkontakte in einem mit SPSen aufgebauten Steuerungssystem um ein Vielfaches, wodurch das Ausfallrisiko deutlich sinkt. Darüber hinaus verfügen SPSen über eine integrierte Hardware-Fehlerselbstdiagnosefunktion, die bei einem Fehler umgehend Alarmmeldungen ausgibt. In der Anwendungssoftware können Benutzer außerdem Fehlerselbstdiagnoseprogramme für Peripheriegeräte programmieren, sodass auch andere Schaltungen und Geräte im System als die SPS selbst von der Fehlerselbstdiagnose profitieren. Dies führt zu einer extrem hohen Zuverlässigkeit des Gesamtsystems. 2. Umfassende Unterstützung, breites Funktionsspektrum und hohe Anwendbarkeit: SPSen haben sich heute zu einer Produktreihe in verschiedenen Größen entwickelt und eignen sich für industrielle Steuerungsanwendungen jeder Größenordnung. Neben logischen Verarbeitungsfunktionen verfügen die meisten SPSen über umfassende Datenverarbeitungsfunktionen und eignen sich daher für diverse Bereiche der digitalen Steuerungstechnik. Die Vielzahl an Funktionseinheiten hat es SPSen ermöglicht, in verschiedenen industriellen Steuerungsanwendungen wie Positions-, Temperatur- und CNC-Steuerungen Fuß zu fassen. Dank verbesserter Kommunikationsfähigkeiten und der Entwicklung von Mensch-Maschine-Schnittstellen ist der Aufbau verschiedener Steuerungssysteme mit SPSen deutlich vereinfacht worden. 3. Einfache Bedienung und hohe Beliebtheit bei Technikern: SPSen sind industrielle Steuerungstechnik für Industrie- und Bergbauunternehmen. Ihre Schnittstellen sind benutzerfreundlich und ihre Programmiersprachen werden von Technikern schnell verstanden. Kontaktpläne (KOPs) mit ihren grafischen Symbolen und Darstellungen, die Relaisschaltplänen ähneln, bieten einen einfachen Einstieg in die industrielle Steuerungstechnik – auch für diejenigen, die mit Elektronik, Informatik und Assemblersprache nicht vertraut sind. 4. Der Systemaufbau ist weniger aufwendig, die Wartung komfortabel und Änderungen sind leicht durchzuführen. SPSen verwenden gespeicherte Logik anstelle von verdrahteter Logik. Dadurch wird die externe Verdrahtung der Steuergeräte deutlich reduziert, der Entwicklungs- und Bauzyklus des Steuerungssystems erheblich verkürzt und die tägliche Wartung vereinfacht. Darüber hinaus ermöglicht die SPS die Anpassung des Produktionsprozesses derselben Anlage durch Programmänderungen. Dies ist besonders geeignet für die Produktion kleiner Serien mit vielfältigen Produkten. IV. Zu berücksichtigende Aspekte bei SPS-Anwendungen: Eine SPS ist ein Gerät zur automatisierten Steuerung in der industriellen Produktion und kann in der Regel ohne besondere Vorkehrungen direkt in einer industriellen Umgebung eingesetzt werden. Trotz der bereits erwähnten hohen Zuverlässigkeit und Störfestigkeit können jedoch bei rauen Produktionsumgebungen, besonders starken elektromagnetischen Störungen oder unsachgemäßer Installation und Verwendung Programm- oder Berechnungsfehler auftreten, die zu fehlerhaften Ein- und Ausgaben führen. Dies kann Fehlfunktionen und unsachgemäßen Betrieb der Anlage verursachen und somit den ordnungsgemäßen Betrieb der SPS gefährden. Um die Zuverlässigkeit des SPS-Steuerungssystems zu verbessern, müssen SPS-Hersteller einerseits die Störfestigkeit der Geräte optimieren; Andererseits sollte der Konstruktion, Installation und Wartung große Aufmerksamkeit gewidmet werden. Um Probleme zu lösen und die Störfestigkeit des Systems effektiv zu verbessern, ist die Zusammenarbeit mehrerer Parteien erforderlich. Daher sind während des Betriebs folgende Punkte zu beachten: 1. Betriebsumgebung (1) Temperatur: Die SPS benötigt eine Umgebungstemperatur von 0–55 °C. Bei der Installation sollte sie nicht unter Komponenten mit hoher Wärmeentwicklung platziert werden. Für ausreichende Belüftung und Wärmeableitung ist zu sorgen. (2) Luftfeuchtigkeit: Um die Isolationsleistung der SPS zu gewährleisten, sollte die relative Luftfeuchtigkeit unter 85 % liegen (keine Kondensation). (3) Vibrationen: Die SPS sollte von starken Vibrationsquellen ferngehalten werden, um häufige oder kontinuierliche Vibrationen mit einer Frequenz von 10–55 Hz zu vermeiden. Sind Vibrationen in der Betriebsumgebung unvermeidbar, müssen Maßnahmen zur Vibrationsreduzierung ergriffen werden, z. B. durch die Verwendung von Schwingungsdämpfungsgummi. (4) Vermeiden Sie Luft, die korrosive und brennbare Gase wie Chlorwasserstoff und Schwefelwasserstoff enthält. In Umgebungen mit viel Staub oder korrosiven Gasen kann die SPS in einem gut abgedichteten Kontrollraum oder Schaltschrank installiert werden. (5) Stromversorgung: Die SPS ist bis zu einem gewissen Grad unempfindlich gegenüber Störungen durch Stromleitungen. In Umgebungen mit hohen Zuverlässigkeitsanforderungen oder besonders starken Netzstörungen kann ein Trenntransformator mit Schirmung installiert werden, um Störungen zwischen dem Gerät und der Erde zu reduzieren. SPSen verfügen in der Regel über einen 24-V-DC-Ausgang für den Eingangsanschluss. Wird für den Eingangsanschluss eine externe DC-Stromversorgung verwendet, sollte ein geregeltes DC-Netzteil gewählt werden. Herkömmliche Gleichrichter- und Filternetzteile können aufgrund von Restwelligkeit zu fehlerhaften Informationen für die SPS führen. 2. Störungen im Steuerungssystem und deren Quellen: Elektromagnetische Feldstörungen gehören zu den häufigsten und wahrscheinlichsten Faktoren, die die Zuverlässigkeit des SPS-Steuerungssystems beeinträchtigen. Die Behandlung von Symptomen sollte mit der Behebung der Ursache beginnen. Nur durch die Identifizierung des Problems kann eine Lösung vorgeschlagen werden. Daher ist es notwendig, die Quelle der Feldstörungen zu kennen. (1) Störquellen und allgemeine Klassifizierung Die meisten Störquellen, die SPS-Steuerungssysteme beeinträchtigen, stammen aus Bereichen mit starken Strom- oder Spannungsänderungen. Dies liegt daran, dass Stromänderungen ein Magnetfeld erzeugen, welches wiederum elektromagnetische Strahlung auf die Geräte induziert. Änderungen des Magnetfelds erzeugen Strom, und die elektromagnetische Hochgeschwindigkeitserzeugung erzeugt elektromagnetische Wellen. Elektromagnetische Störungen werden typischerweise anhand ihrer Art in Gleichtakt- und Gegentaktstörungen unterteilt. Gleichtaktstörungen entstehen durch die Potenzialdifferenz zwischen Signal und Masse. Sie werden hauptsächlich durch die Überlagerung von Gleichtaktspannungen (in gleicher Richtung) auf den Signalleitungen verursacht, die durch Netzeinspeisung, die Erdpotenzialdifferenz und räumliche elektromagnetische Strahlung induziert werden. Gleichtaktspannungen können durch asymmetrische Schaltungen in Gegentaktspannungen umgewandelt werden, die die Mess- und Steuersignale direkt beeinflussen und zu Bauteilschäden führen (dies ist der Hauptgrund für die hohe Ausfallrate einiger System-E/A-Module). Diese Gleichtaktstörungen können Gleich- oder Wechselstrom sein. Gleichtaktstörungen bezeichnen die Störspannung zwischen den beiden Polen eines Signals. Sie entstehen hauptsächlich durch die Kopplungsinduktion räumlicher elektromagnetischer Felder zwischen den Signalen und durch die Umwandlung von Gleichtaktstörungen in unsymmetrischen Schaltungen. Diese dem Signal überlagerte Störung beeinträchtigt direkt die Mess- und Regelgenauigkeit. 2) Hauptquellen und Übertragungswege von Störungen in SPS-Systemen: Starke elektrische Störungen: Die Stromversorgung von SPS-Systemen erfolgt üblicherweise über das Stromnetz. Aufgrund der weiten Ausdehnung des Stromnetzes ist es anfällig für elektromagnetische Störungen aus allen Richtungen, die zu induzierten Spannungen in den Leitungen führen. Insbesondere Änderungen im Stromnetz, wie Überspannungen durch das Betätigen von Messerschaltern, das An- und Abschalten großer Leistungselektronik, Oberschwingungen von AC/DC-Antrieben und transiente Störungen durch Kurzschlüsse im Stromnetz, werden über die Übertragungsleitungen auf die Primärseite der Stromquelle übertragen. Störungen im Schaltschrank: Hochspannungsgeräte, große induktive Lasten und eine unübersichtliche Verkabelung im Schaltschrank können leicht Störungen in der SPS verursachen. Störungen durch Signalleitungen: Die verschiedenen Signalleitungen, die mit dem SPS-Steuerungssystem verbunden sind, übertragen nicht nur gültige Informationen, sondern sind auch externen Störsignalen ausgesetzt. Diese Störungen treten hauptsächlich über zwei Wege auf: Zum einen durch Netzstörungen, die durch die Stromversorgung von Sendern oder gemeinsam genutzten Signalgeräten verursacht werden und oft vernachlässigt werden; zum anderen durch Störungen, die durch räumliche elektromagnetische Strahlung auf den Signalleitungen hervorgerufen werden – also externe Störungen, die sehr gravierend sind. Signalstörungen können zu Fehlfunktionen der Ein-/Ausgangssignale und einer deutlichen Reduzierung der Messgenauigkeit führen und in schweren Fällen Bauteile beschädigen. Störungen durch ein fehlerhaftes Erdungssystem: Die Erdung ist eine der effektivsten Maßnahmen zur Verbesserung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) elektronischer Geräte. Eine ordnungsgemäße Erdung kann die Auswirkungen elektromagnetischer Störungen unterdrücken und verhindern, dass Geräte Störungen aussenden; eine fehlerhafte Erdung hingegen kann erhebliche Störsignale verursachen und die ordnungsgemäße Funktion des SPS-Systems beeinträchtigen. Störungen innerhalb des SPS-Systems werden hauptsächlich durch gegenseitige elektromagnetische Strahlung zwischen internen Komponenten und Schaltungen verursacht. Dazu gehören die gegenseitige Strahlung zwischen Logikschaltungen und deren Auswirkungen auf Analogschaltungen, die gegenseitige Beeinflussung von Analog- und Logikmasse sowie Fehlanpassungen zwischen Komponenten. Wechselrichterstörungen entstehen durch zwei Faktoren: Erstens verursachen die beim Anlauf und Betrieb des Wechselrichters erzeugten Oberschwingungen leitungsgebundene Störungen im Stromnetz, was zu Spannungsverzerrungen und einer Beeinträchtigung der Stromversorgungsqualität führt. Zweitens erzeugt der Wechselrichterausgang starke elektromagnetische Störungen, die den normalen Betrieb umliegender Geräte beeinträchtigen. 3. Wichtigste Maßnahmen zur Störungsunterdrückung (1) Geeignete Stromversorgung zur Unterdrückung von Netzstörungen. Zur Reduzierung von Netzstörungen durch die Stromversorgung kann ein Trenntransformator mit Schirmung und einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 installiert werden. Zusätzlich kann ein LC-Filter in Reihe am Stromeingang angeschlossen werden. Siehe Abbildung 1. (2) Installation und Verdrahtung: ● Strom-, Steuer-, SPS- und E/A-Leitungen müssen separat verdrahtet werden. Der Trenntransformator sollte mit doppelt isolierten Leitungen an die SPS und die E/A-Leitungen angeschlossen werden. Die E/A-Leitungen und die Hochspannungsleitungen der SPS sind getrennt zu verlegen. Falls sie in derselben Kabelrinne verlegt werden müssen, sind Wechsel- und Gleichstromleitungen getrennt zu bündeln. Wenn möglich, ist die Verlegung in separaten Kabelrinnen vorzuziehen. Dies ermöglicht nicht nur einen maximalen Abstand, sondern minimiert auch Störungen. ● Die SPS ist von starken Störquellen wie Schweißgeräten, Hochleistungs-Siliziumgleichrichtern und großen Leistungselektronikgeräten fernzuhalten. Sie darf nicht im selben Schaltschrank wie Hochspannungsgeräte installiert werden. Innerhalb des Schaltschranks ist die SPS von Stromleitungen fernzuhalten (der Abstand zwischen ihnen sollte mehr als 200 mm betragen). Induktive Lasten, die im selben Schaltschrank wie die SPS installiert sind, wie z. B. die Spulen von Hochleistungsrelais und Schützen, sind parallel mit RC-Lichtbogenlöschkreisen zu schalten. ● Die Ein- und Ausgänge der SPS sollten vorzugsweise getrennt verlegt werden, ebenso wie digitale und analoge Signale. Die Übertragung analoger Signale sollte über geschirmte Kabel erfolgen. Die Schirmung sollte an einem oder beiden Enden geerdet sein, wobei der Erdungswiderstand weniger als ein Zehntel des Schirmungswiderstands betragen sollte. ● Wechselstrom- und Gleichstrom-Ausgangsleitungen dürfen nicht dasselbe Kabel verwenden. Ausgangsleitungen sollten so weit wie möglich von Hochspannungs- und Stromleitungen entfernt verlegt werden, und Parallelschaltungen sind zu vermeiden. (3) Verdrahtung der E/A-Anschlüsse Eingangsverdrahtung ● Eingangsleitungen sollten generell nicht zu lang sein. Bei geringen Umwelteinflüssen und niedrigem Spannungsabfall können sie jedoch entsprechend länger sein. ● Eingangs- und Ausgangsleitungen dürfen nicht dasselbe Kabel verwenden. Eingangs- und Ausgangsleitungen sollten getrennt verlegt werden. ● Verwenden Sie nach Möglichkeit Öffnerkontakte für die Eingangsanschlüsse, um eine Übereinstimmung des Leiterdiagramms mit dem Relaisschaltplan und eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten. Ausgangsanschluss ● Die Ausgangsanschlussverdrahtung ist in unabhängige und gemeinsame Ausgänge unterteilt. Unterschiedliche Ausgangsspannungstypen und -pegel können in verschiedenen Gruppen verwendet werden. Die Ausgänge derselben Gruppe dürfen jedoch nur mit Netzteilen gleichen Typs und gleicher Spannung betrieben werden. ● Da die Ausgangskomponenten der SPS auf der Leiterplatte untergebracht und mit der Klemmenleiste verbunden sind, wird die Leiterplatte bei einem Kurzschluss der an die Ausgangskomponente angeschlossenen Last zerstört. ● Bei Verwendung eines Relaisausgangs beeinflusst die Größe der induktiven Last die Lebensdauer des Relais. Daher muss bei Verwendung einer induktiven Last diese sorgfältig ausgewählt oder ein Trennrelais hinzugefügt werden. ● Die Ausgangslast der SPS kann Störungen verursachen. Daher sind Maßnahmen zu deren Kontrolle erforderlich, wie z. B. der Schutz durch eine Freilaufröhre für Gleichstromausgänge, eine RC-Snubber-Schaltung für Wechselstromausgänge und ein Bypass-Widerstand zum Schutz von Transistor- und bidirektionalen Thyristorausgängen. (4) Wählen Sie den Erdungspunkt korrekt und verbessern Sie das Erdungssystem. Eine gute Erdung ist eine wichtige Voraussetzung für den zuverlässigen Betrieb der SPS und verhindert Schäden durch versehentliche Spannungsspitzen. Die Erdung dient üblicherweise zwei Zwecken: der Sicherheit und der Unterdrückung von Störungen. Ein vollständiges Erdungssystem ist eine wichtige Maßnahme, um SPS-Steuerungen vor elektromagnetischen Störungen zu schützen. Die Erdung einer SPS-Steuerung umfasst Systemerdung, Schirmungserdung, Wechselstromerdung und Schutzerdung. Störungen durch ein unstrukturiertes Erdungssystem entstehen hauptsächlich durch die ungleichmäßige Potenzialverteilung an den einzelnen Erdungspunkten und die bestehende Potenzialdifferenz zwischen verschiedenen Erdungspunkten. Dies führt zu Erdschleifenströmen und beeinträchtigt den normalen Betrieb des Systems. Beispielsweise muss die Kabelschirmung an einem Punkt geerdet sein. Sind beide Enden A und B der Kabelschirmung geerdet, entsteht eine Potenzialdifferenz, und es fließt Strom durch die Schirmung. Bei extremen Bedingungen wie Blitzeinschlägen verstärkt sich dieser Erdungsstrom. Darüber hinaus können Schirmung, Erdungsdraht und Erde eine geschlossene Schleife bilden. Unter dem Einfluss eines sich ändernden Magnetfelds entsteht in der Schirmung ein induzierter Strom, der durch Kopplung zwischen Schirmung und Kernleitung die Signalschleife stört. Wenn die Systemerdung nicht mit anderen Erdungsmethoden übereinstimmt, kann der resultierende Erdschleifenstrom ungleiche Potentialverteilungen auf der Erdungsleitung verursachen und den normalen Betrieb der Logik- und Analogschaltungen innerhalb der SPS beeinträchtigen. SPSen weisen eine geringe Toleranz gegenüber Logikspannungsstörungen auf; Störungen durch die Potentialverteilung der Logikerde können die Logikoperationen und die Datenspeicherung der SPS leicht beeinträchtigen und zu Datenbeschädigung, Programmabstürzen oder Systemstillständen führen. Die Potentialverteilung der Analogerde führt zu einer verringerten Messgenauigkeit und verursacht erhebliche Verzerrungen und Fehlfunktionen bei der Signalmessung und -steuerung. ● Schutzerdung oder Stromversorgungserdung: Die Verbindung des Erdungsanschlusses der Stromversorgungsleitung mit der Schaltschrankerdung stellt eine Schutzerdung dar. Bei einem Stromausfall oder wenn der Schaltschrank unter Spannung steht, kann der Strom über die Schutzerdung in die Erde abgeleitet werden, wodurch Personenschäden vermieden werden. ● Systemerdung: Die SPS-Steuerung wird so geerdet, dass sie das gleiche Potential wie die gesteuerten Geräte aufweist. Der Erdungswiderstand darf 4 Ω nicht überschreiten. Im Allgemeinen werden die Systemerdung der SPS-Geräte und der Minuspol des Schaltnetzteils im Schaltschrank als Systemerdung der Steuerung miteinander verbunden. ● Signal- und Schirmungserdung: Signalleitungen benötigen in der Regel eine eindeutige Bezugserdung. Geschirmte Kabel sollten ebenfalls lokal oder im Kontrollraum geerdet werden, wenn leitungsgebundene Störungen auftreten können, um die Bildung einer Erdschleife zu verhindern. Ist die Signalquelle geerdet, muss die Schirmung signalseitig geerdet werden; andernfalls erfolgt die Erdung auf der SPS-Seite. Bei Verbindungsstellen in der Signalleitung muss die Schirmung fest verbunden und isoliert sein. Mehrere Erdungspunkte sind zu vermeiden. Beim Anschluss von geschirmten Twisted-Pair-Kabeln mit mehreren Messpunkten an mehradrige Twisted-Pair-Kabel müssen die einzelnen Schirmungen miteinander verbunden und isoliert sein. Für Einzelpunktverbindungen ist ein geeigneter Erdungspunkt zu wählen. (5) Unterdrückung von Frequenzumrichterstörungen: Zur Unterdrückung von Frequenzumrichterstörungen werden üblicherweise folgende Methoden eingesetzt: Durch Hinzufügen eines Trenntransformators, der hauptsächlich leitungsgebundene Störungen aus der Stromversorgung unterdrückt, lassen sich die meisten leitungsgebundenen Störungen vor dem Trenntransformator abfangen. Der Einsatz von Filtern bietet eine hohe Störfestigkeit und verhindert, dass Störungen des Geräts selbst in die Stromversorgung gelangen; einige Filter verfügen zudem über eine Spitzenspannungsabsorption. Der Einsatz von Ausgangsdrosseln, insbesondere von Wechselstromdrosseln zwischen Frequenzumrichter und Motor, reduziert die während der Energieübertragung im Stromkreis entstehende elektromagnetische Strahlung, welche den Betrieb anderer Geräte beeinträchtigen könnte. V. Fazit: Störungen in SPS-Steuerungssystemen sind ein sehr komplexes Thema. Daher sollte die Störfestigkeitsauslegung verschiedene Faktoren umfassend berücksichtigen und Störungen effektiv unterdrücken, um den ordnungsgemäßen Betrieb des SPS-Steuerungssystems zu gewährleisten. Mit der kontinuierlichen Erweiterung der Anwendungsbereiche von SPS ist deren effiziente und zuverlässige Nutzung zu einem wichtigen Entwicklungsfaktor geworden. Im 21. Jahrhundert werden SPS eine stärkere Weiterentwicklung mit einer größeren Produktvielfalt und umfassenderen Spezifikationen erfahren. Dank optimaler Mensch-Maschine-Schnittstellen und vollständiger Kommunikationsausrüstung werden sie sich besser an die Bedürfnisse verschiedener industrieller Steuerungsanwendungen anpassen. Als wichtige Komponente von Automatisierungsnetzwerken und international eingesetzten Netzwerken werden SPS eine zunehmend wichtige Rolle im Bereich der industriellen Steuerung spielen.