Anwendung großer Motoren und Forschung zur Stabilität von Stromversorgungssystemen
2026-02-21 10:53:27··#1
Zusammenfassung: Mit der Entwicklung von Stromversorgungssystemen und Elektromotoren hat sich die industrielle Produktion stetig verändert. Die Leistung einzelner Elektromotoren innerhalb des Stromversorgungssystems steigt proportional zum Umfang der industriellen Produktion; im Gegensatz dazu wächst die Gesamtkapazität des Stromversorgungssystems deutlich langsamer. Gleichzeitig treibt Angebot und Nachfrage die Vernetzung des Stromversorgungssystems voran, was zu einer Schwächung des Systems führt. Dieser Widerspruch gefährdet zweifellos dessen Entwicklung. Die vorliegende Arbeit analysiert, basierend auf dem Stromnetz, die Entwicklungstendenzen und dynamischen Eigenschaften von Elektromotoren makroskopisch und schlägt Lösungsansätze vor. Schlüsselwörter: Großmotor, Sicherheit von Stromversorgungssystemen, Spannungsstabilität, Thermistor, Sanftanlaufgerät. Die Marktliberalisierung des Strommarktes hat zwar die Entwicklung des Stromversorgungssystems hin zu komplexeren Netzen stark gefördert, doch gleichzeitig sieht sich das Stromversorgungssystem einer beispiellosen Anfälligkeit gegenüber. Dieser Widerspruch gefährdet zweifellos die Stabilität und Sicherheit des Systems. Diese Arbeit analysiert makroökonomisch die Entwicklungstrends, dynamischen Merkmale und Auswirkungen moderner Stromnetze aus der Perspektive des Stromnetzbetreibers und schlägt wertvolle Lösungsansätze vor. Schlüsselwörter: Großmotor, Stromnetz, Sicherheit, Spannungsstabilität, Wärmewiderstand, Sanftanlaufgerät. 1. Merkmale moderner Stromnetze: Vereinfacht gesagt besteht ein Stromnetz aus drei Komponenten: Stromerzeugung, -übertragung und -umwandlung sowie Stromverbrauch. Die Stromerzeugung umfasst Stromerzeugungsanlagen wie Wärmekraftwerke, Wasserkraftwerke, Kernkraftwerke, Windkraftanlagen, Solarkraftwerke usw., die über das ganze Land verteilt sind. Alle Stromverbraucher sind Verbraucher wie Regierungsbehörden, Industrie- und Bergbauunternehmen, öffentliche Einrichtungen, Haushalte usw. Die Übertragung und Umwandlung bildet ein weitverzweigtes und komplexes Netz, das Stromerzeugung und -verbrauch verbindet. Die Marktliberalisierung des Strommarktes hat die Entwicklung der Stromversorgung hin zu einem hochvernetzten System stark vorangetrieben. Diese Entwicklung hat zwar Millionen von Haushalten Vorteile gebracht, aber auch zwei Probleme aufgeworfen, die sorgfältige Beachtung verdienen. Erstens: Die Sicherheit des Stromnetzes berührt die regionale Wirtschaftssicherheit und sogar die nationale Sicherheit. Die zunehmende Vernetzung unterstreicht die Bedeutung und Dringlichkeit dieses Themas. Zweitens hat die Umstellung des Energiemanagements in meinem Land von einem versorgungsgarantierten auf einen interessenorientierten Mechanismus die Anfälligkeit des Stromnetzes durch dessen immer komplexere Vernetzung erhöht. Dies sind zwar zwei scheinbar widersprüchliche Aspekte, aber unausweichliche Folgen der Entwicklung der Stromnetzvernetzung. Wie dieser Widerspruch effektiv gelöst und der sichere Betrieb des Stromnetzes gewährleistet werden kann, ist eine strategische Frage, die die Volkswirtschaft und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung betrifft. Das Stromnetz ist das komplexeste System der Welt. Es umfasst Disziplinen wie Netzleittechnik, optimierten Betrieb, Wirtschaftsplanung, Produktionsmanagement, Informationstechnologie und Handel. Tausende von Wissenschaftlern weltweit haben diese Disziplinen in der Forschung auf die Stromwirtschaft angewendet, dennoch existiert noch keine einheitliche und wissenschaftliche Theorie oder Methode für das Stromnetz, die weltweit anwendbar ist. Studien zeigen, dass die Ungleichmäßigkeit komplexer Netze deren Anfälligkeit erheblich erhöht und bei einem Fehler in kritischen Teilen leicht zu einer großflächigen Kettenreaktion führen kann. Das Stromnetz weist ebenfalls diese Ungleichmäßigkeit auf, und mit zunehmender Vernetzung steigt daher auch seine Anfälligkeit deutlich. Diese Anfälligkeit hat vielfältige Ursachen: externe, interne, unvermeidbare und menschengemachte. Mein Land befindet sich derzeit in der Hochphase des Stromnetzausbaus, in der alte und neue Netzstrukturen eng miteinander verflochten sind. Eine gründliche Untersuchung der Veränderungen der Stromnetzeigenschaften ist daher von großer Bedeutung für den Netzausbau sowie die mittel- und langfristige Planung. Elektromotoren, als wichtigste Verbraucher im Stromversorgungssystem, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Ihre Eigenschaften verändern sich mit dem Wachstum der Industrieproduktion erheblich. Die Leistung einzelner Motoren steigt stetig, wodurch die Auswirkungen von Motoranlauf, -stillstand und anderen Fehlerzuständen auf das Stromnetz immer gravierender werden. Man bedenke: Vor zehn Jahren galt ein 2.000-Kilowatt-Motor als groß, heute hingegen ein 10.000-Kilowatt-Motor. Vor zehn Jahren war der Sanftanlauf von Elektromotoren noch unüblich, hat sich aber mittlerweile zu einer eigenen Branche entwickelt. Dieser Vergleich verdeutlicht sowohl die enormen Veränderungen der Motoreigenschaften im makroskopischen System als auch die zunehmende Anfälligkeit des Stromnetzes. Diese Arbeit konzentriert sich hauptsächlich auf große Elektromotorlasten, untersucht deren charakteristische Veränderungen im makroskopischen Stromnetz und die daraus resultierenden Faktoren, die zur Netzstabilität beitragen, und schlägt auf Basis spezifischer Gegebenheiten praktikable Lösungen vor. 2. Elektromotoren in Makrosystemen 2.1 Entwicklungstrends von Elektromotoren Mit der zunehmenden industriellen Skalierung steigt die Produktionskapazität einzelner Industrieanlagen, und die Kapazität einzelner Motoren, die als primäre Energiequelle für diese Anlagen dienen, wächst rasant. International zählen ABB, Siemens, Westinghouse und ALSTOM zu den Hauptakteuren. Derzeit sind ABB- und Siemens-Motoren in China weit verbreitet und erreichen eine maximale Leistung von 48 MW. Westinghouse-Motoren werden in der chinesischen Energiewirtschaft häufig eingesetzt und erreichen Leistungen von bis zu 100.000 PS. Auch die heimischen Motorenhersteller halten mit der Entwicklung Schritt, wie die erfolgreiche Entwicklung und der Einsatz von 16.500-kW-Synchronmotoren (Lanzhou Electric) und 18.000-kW-Asynchronmotoren (Shanghai Electric) belegen. Motorenhersteller wie die Shenyang Electric Motor Factory und die Nanyang Explosion-proof Motor Factory verfügen ebenfalls über die Kompetenz, Motoren mit hoher Leistung zu konstruieren und zu fertigen. Die Ausweitung der industriellen Produktion treibt die rasante Entwicklung der Elektromotorenindustrie hin zu Motoren mit höherer Leistung maßgeblich voran. Die Entwicklung der Steuerungstechnik für Motoren mit hoher Leistung hat diesen Trend zusätzlich verstärkt. So haben beispielsweise die Entwicklung und Anwendung verschiedener Sanftanlauftechnologien mit Spannungsreduzierung, wie z. B. Hochspannungs-Thermowiderstands-Sanftanlaufgeräte, die Entwicklung von Hochspannungs-Sanftanlauf- und Sanftstopptechnologien mit variabler Frequenz sowie die Entwicklung von AC/AC-Frequenzumrichtern für große Elektromotoren die zunehmende Verbreitung von großen Elektromotoren anstelle von Dampfturbinen als Antriebsmaschinen für schwere Industrieanlagen in Industrie- und Bergbauunternehmen stark gefördert. Im Vergleich zu Dampfturbinenantrieben bieten elektrische Antriebssysteme eine komfortablere Energieversorgung, ein einfacheres und ausgereifteres Steuerungssystem sowie eine höhere Umweltverträglichkeit. Obwohl die Entwicklung großer Elektromotoren mit höheren Leistungen mit der Optimierung verschiedener Leistungsparameter einhergeht – beispielsweise der Reduzierung des Anlaufstroms vom Siebenfachen auf etwa das Vierfache –, bleiben die Probleme des niedrigen Leistungsfaktors und des geringen Anlaufdrehmoments beim Anlauf, die bei den einfachsten und am weitesten verbreiteten Drehstrom-Asynchronmotoren auftreten, weiterhin bestehen. Unter normalen Umständen kann der Leistungsfaktor im Stillstand unter 0,1 liegen. Man stelle sich vor, was passieren würde, wenn ein rein induktiver Blindstrom in Höhe des Vierfachen des Nennstroms plötzlich in ein Netz mit begrenzter Kapazität eingespeist würde. Diese Eigenschaft ist jedoch bauartbedingt, und in diesem Bereich wurden bisher keine wesentlichen Fortschritte erzielt. 2.2 Direktanlauf und Stillstandsrotation von Drehstrom-Asynchronmotoren Bekanntermaßen führt der Direktanlauf eines Drehstrom-Asynchronmotors mit Nennspannung zu einem sehr hohen Anlaufstrom und einem sehr niedrigen Anlaufdrehmoment. Dies liegt daran, dass der Hauptmagnetfluss φ beim Anlauf auf weniger als die Hälfte seines Nennwerts absinkt und der Leistungsfaktor auf etwa 0,1 sinkt. Im Allgemeinen beträgt der Anlaufstrom bei großen oder sehr großen Motoren das 4- bis 5,5-Fache des Nennstroms, während das Anlaufdrehmoment zwischen dem 0,3- und 0,8-Fachen des Nenndrehmoments liegt. Für die angetriebene Maschine ist dieses Drehmoment tatsächlich sehr gering. Der sehr hohe Anlaufstrom und der sehr niedrige Leistungsfaktor beim Anlauf sind die Hauptursachen für die gravierenden Auswirkungen des Motoranlaufs auf das Stromnetz. Ein Motorstillstand unter anormalen Bedingungen entspricht genau der Situation beim Anlauf, ist aber sogar noch gravierender. Der Anlauf eines großen Motors kann die Netzspannung erheblich senken und den normalen Betrieb benachbarter Motoren beeinträchtigen, sodass diese stoppen oder blockieren, was die negativen Auswirkungen weiter verstärkt. In schweren Fällen kann dies sogar zum Zusammenbruch des Stromnetzes führen. Daher ist ein direkter Anlauf großer Elektromotoren generell nicht zulässig; es müssen stets Maßnahmen ergriffen werden, um die Auswirkungen des Anlaufs auf das Stromnetz zu reduzieren oder vollständig zu eliminieren. 2.3 Schrittverlust bei Synchronmotoren: Sinkt während des Betriebs die Erreger- oder Versorgungsspannung und die Überlastfähigkeit des Synchronmotors (d. h. das maximale Ausgangsdrehmoment) unter das mechanische Lastdrehmoment, verliert der Synchronmotor den Schritt. Da die Erregerspannung des Synchronmotors in diesem Moment nicht abfällt, oszillieren die induzierte elektromotorische Kraft Eq des Synchronmotors und die Versorgungsspannung Es. Der Winkel zwischen den beiden elektromotorischen Kräften ändert sich periodisch zwischen 0 und 360 Grad. Nach dem Schrittverlust sinkt die Drehzahl des Synchronmotors, wodurch Wechselstrom in der Anlauf- und Erregerwicklung induziert wird und ein asynchrones Drehmoment entsteht. Der Motor geht in den asynchronen Betriebszustand über. Da die Erregerspannung weiterhin besteht, entsteht auch im asynchronen Betrieb ein Wechseldrehmoment, das zu Schwingungen der Rotordrehzahl und des Statorstroms führt. Dies kann im Extremfall zu elektrischer Resonanz oder sogar zum Zusammenbruch des Stromnetzes führen. 2.4 Synchronmotorgruppen Synchronmotorgruppen sind in der Chemie-, Erdöl- und anderen Industriezweigen, insbesondere in Stickstoffchemieunternehmen, weit verbreitet. Der Betrieb von Synchronmotorgruppen bietet viele Vorteile. Erstens ist der Leistungsfaktor der Anlage sehr hoch, teilweise sogar führend. Zweitens lässt sich die lokale Netzspannung leicht an Netzschwankungen anpassen, wodurch die Energieeffizienz des Unternehmens maximiert wird. Andererseits birgt der Betrieb von Synchronmotorgruppen erhebliche Anlauf- und Betriebsrisiken, insbesondere während Spitzenlastzeiten, wenn das Netz anfälliger ist. Der hohe Anlaufstrom und der niedrige Leistungsfaktor von Synchronmotoren können die Netzspannung weiter reduzieren, wodurch Synchronmotoren mit geringer Überlastfähigkeit die Synchronisation verlieren und die Netzstabilität weiter verschlechtert wird. In der Folge können auch andere Motoren die Synchronisation verlieren, was zu einem lokalen Netzspannungseinbruch führen kann. Dieses Phänomen tritt häufig in mittelständischen und großen Chemieunternehmen auf, insbesondere in Stickstoffchemieunternehmen mit begrenzten Kapazitätsreserven im Stromversorgungssystem. 2.5 Bewertung der Auswirkungen des Anlaufs großer Motoren auf das Netz Die Leistung einzelner Motoren steigt, und der Anlaufstrom stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko für das Netz dar. Zahlreiche Dokumente haben die Auswirkungen des Motoranlaufs auf das Stromnetz ausführlich beschrieben, und auch das „Handbuch für elektrische Ausrüstung für metallurgische Betriebe“ bietet eine klare Erläuterung zu diesem Thema. Das Diagramm zeigt ein typisches Stromverteilungsnetz eines Nutzers, bestehend aus drei Grundelementen: einem Versorgungstransformator, stationären Verbrauchern und Motoren. Unsere Forschung konzentriert sich darauf, wie der Motor erfolgreich angelaufen werden kann, ohne den normalen Betrieb der stationären Verbraucher zu beeinträchtigen. Im Diagramm stellt Xs die Kurzschlussimpedanz im minimalen Betriebszustand des Systems dar und spiegelt dessen Versorgungskapazität wider. Die Impedanz der stationären Verbraucher kann anhand relevanter Betriebsparameter berechnet werden. Die Anlaufimpedanz des Motors wird aus den Parametern des Motors im Stillstand berechnet. Zo ist der Betrag der Parallelimpedanz der beiden oben genannten Impedanzen, und Z ist die Gesamtimpedanz des Systems. Us ist die Versorgungsspannung des Systems, die üblicherweise mit 1,05 V angenommen wird. Daraus ergibt sich die Motor-Anlaufleistung Uot = Us * Zo / Z. Eine weitere einfache und effektive Bewertungsmethode ist die Berechnung der Blindleistung. Bei realen Stromnetzen mit begrenzter Kapazität entspricht die durch den Anlauf eines Motors oder den Ausfall der Synchronisation eines Synchronmotors verursachte Spannungsschwankung dem prozentualen Anteil der gesamten Blindleistungsschwankung des Stromkreises, der entsteht, wenn der Motor anläuft oder die Synchronisation des Synchronmotors die minimale Kurzschlussleistung des Bus erreicht: ΔU% = ΔQ / Smin × 100% (1). Dabei ist ΔQ die Blindleistungsschwankung in Mvar und Smin die minimale Kurzschlussleistung des Bus in MVA. Die Spannungsschwankung des Bus zum Zeitpunkt des Motoranlaufs lässt sich situationsabhängig berechnen. Ebenso kann die Spannungsauswirkung des Motoranlaufs auf den gemeinsamen Kontakt der nächsten Ebene ermittelt werden. Durch den Vergleich und die Auslegung des optimalen Stromverteilungsschemas, die Konfiguration geeigneter Transformatoren und deren Parameter sowie die Auswahl geeigneter Anlauf- und Schutzmethoden für Motoren kann das Risiko für das Stromnetz minimiert werden. 3. Anlaufmethoden für große Motoren. In der Vergangenheit lag der Fokus der Forschung zu Anlaufproblemen von Motoren hauptsächlich auf dem Motorschutz. Im Gegensatz dazu sind die meisten großen Elektromotoren heutzutage so konstruiert und gefertigt, dass sie direkt mit voller Spannung anlaufen können. Daher sollte sich die Forschung zum Anlauf großer Elektromotoren auf die Auswirkungen des Motoranlaufs auf das Stromnetz konzentrieren. Aktuell ist in einigen Branchen aus besonderen Gründen ein Direktanlauf mit voller Spannung erforderlich. In solchen Fällen kommen typischerweise sehr große Stromversorgungssysteme oder hochohmige Transformator-Motor-Einheiten zum Einsatz. 3.1 Transformator-Motor-Einheiten Transformator-Motor-Einheiten (d. h. ein Transformator, der einen Motor antreibt) werden häufig im Kompressorantrieb großer katalytischer Crackanlagen in der petrochemischen Industrie verwendet. Im Allgemeinen werden Transformatoren mit hoher Kurzschlussimpedanz eingesetzt. Beim Motoranlauf sinkt die Ausgangsspannung naturgemäß deutlich ab, was einem Anlauf mit reduzierter Spannung entspricht. Da nach dem Transformator keine weiteren Verbraucher angeschlossen sind, hat der Spannungsabfall beim Anlauf keine Auswirkungen auf benachbarte Verbraucher. Da es sich außerdem um einen hochohmigen Transformator handelt und der Anlaufstrom des Motors nach dem Spannungsabfall ebenfalls sinkt, wird auch die Auswirkung des Anlaufstroms auf das vorgelagerte Stromnetz reduziert. Ist das öffentliche Stromnetz ausreichend dimensioniert oder die Kurzschlussfestigkeit des gemeinsamen Knotenpunkts hoch, kann der Einfluss vernachlässigt werden. Mit der stetig steigenden Leistung der Anlagen und der zunehmenden Vernetzung des Stromnetzes ist der Einfluss dieser Anlaufmethode jedoch nicht mehr zu ignorieren. Hinzu kommt, dass die meisten Anlagen, die diese Anlaufmethode nutzen, über lange Zeiträume kontinuierlich laufen und teilweise nicht einmal jährlich anlaufen. Dies führt zu erheblichen Energieverlusten durch den langfristig ineffizienten Betrieb des hochohmigen Transformators. Üblicherweise beträgt das Übersetzungsverhältnis zwischen Transformator und Motor etwa 1,5:1, bei einem Auslastungsgrad der Anlage von rund 60 %. In realen Projekten werden Motoren jedoch stets unter Last ausgelegt. Bei der Auswahl von Motoren anhand der mechanischen Lastleistung wird typischerweise ein Auslastungsgrad von 1,1 angesetzt und eine ausreichende Reserve eingeplant. Folglich ist der tatsächliche Auslastungsgrad der Transformator-Motor-Einheit relativ niedrig, und auch der Leistungsfaktor der Anlage ist gering. Der langfristige Dauerbetrieb führt zwangsläufig zu erheblichen Energieverlusten. Dies ist ein wesentlicher Nachteil der Transformator-Motor-Anlaufmethode. Beispielsweise verwendet eine 20.000-kW-Anlage typischerweise einen 31.500-kVA-Transformator. Jede Verringerung des Gesamtwirkungsgrades der Anlage um 1 % führt zu einem Anstieg der Wirkleistungsverluste um 200 kW, was jährliche Mehrverluste von 1,73 Millionen kWh zur Folge hat. Dies ist ein beträchtlicher Wert. In der Praxis darf der Einfluss des Anlaufstroms des Motors auf die Spannung am Netzanschlusspunkt nicht vernachlässigt werden. Um dieses Risiko zu reduzieren oder zu minimieren, ist es üblicherweise erforderlich, die Anzahl der Anläufe zu reduzieren und den Leerlaufbetrieb des Motors aufrechtzuerhalten, was jedoch ebenfalls zu einem hohen Stromverbrauch führt. 3.2 Thermoelement-Anlaufverfahren Thermoelement-Sanftanlaufgeräte sind eine neue Art von Sanftanlaufgeräten für Hochspannungs- und Hochleistungsmotoren. Ihre wichtigsten technischen Merkmale sind: Der Widerstand besteht aus einem Widerstandsmaterial mit negativem Temperaturkoeffizienten. Der Widerstand ist in Reihe mit dem Stator des Motors geschaltet. Beim Anlauf des Motors steigt die Temperatur des Anlaufwiderstands mit dem durch ihn fließenden Anlaufstrom an, wodurch sich sein Widerstand entsprechend verringert. Dies führt zu einer allmählichen Erhöhung der Klemmenspannung und des Anlaufdrehmoments und somit zu einem sanften Anlauf. Der Anlaufwiderstand lässt sich anhand der Motorparameter und des erforderlichen Anlaufdrehmoments der Last optimal einstellen. So wird ein ausreichend hohes Anlaufdrehmoment mit einem relativ geringen Anlaufstrom erzielt. Motoren mit Hochspannungsthermoelementen für den Niederspannungsanlauf weisen folgende wichtige Anlaufeigenschaften auf: 1. Sanftanlauf mit konstantem Strom: Der Anlaufstrom bleibt nahezu konstant unter 2,5 Ie, was einen ausgeprägten Sanftanlauf ermöglicht. 2. Hoher und nahezu konstanter Leistungsfaktor während des Anlaufs: Motoren mit Niederspannungsthermoelementen weisen im Allgemeinen einen Leistungsfaktor über 0,8 auf, der während des gesamten Anlaufvorgangs nahezu konstant bleibt. 3. Geringe Busspannungsschwankung: Aufgrund der Eigenschaften 1 und 2 wird der Einfluss des Motoranlaufs auf das Stromnetz minimiert; der Busspannungsabfall beträgt nur etwa 5 %. 4. Sanfter und stoßfreier Anlauf: Der Anlaufvorgang weist annähernd konstante Beschleunigungseigenschaften auf, wobei das Anlaufdrehmoment des Motors allmählich ansteigt. Dies führt zu einem sanften Anlauf der mechanischen Anlage ohne Stöße oder Pfeifgeräusche. Die mechanische Energie durchläuft die Resonanzdrehzahl gleichmäßig und schützt so die Anlage vor Beschädigungen. Nach fast zehn Jahren Entwicklung erfüllt diese Technologie nun die Anforderungen an den Anlauf von 10-kV-Motoren mit 40.000 kW Leistung bei reduzierter Spannung. Der größte Vorteil dieses Anlaufverfahrens beim Sanftanlauf großer und sehr großer Elektromotoren liegt in der Minimierung der Auswirkungen des Anlaufstroms auf das Stromnetz. Dadurch werden die Auswirkungen des Motoranlaufs auf das Stromnetz erheblich reduziert. Das Produkt selbst zeichnet sich durch eine einfache Struktur, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie niedrige Installations- und Betriebskosten aus. 3.3 Hochspannungs-Frequenzumrichter werden häufig in großen Elektromotoren oder großen Pumpspeicherkraftwerken in Branchen wie der Petrochemie, der Metallurgie und der Energiewirtschaft eingesetzt. Hochspannungs-Frequenzumrichter sind hauptsächlich für den Anlauf von Motoren in Ventilatoren, Kompressoren und Pumpen konzipiert. Beim Anlauf sind die mechanischen Widerstandsmomente gering. Das Anlaufwiderstandsmoment kann durch die Einstellung von Dämpfern und Ventilen reduziert werden, wodurch das erforderliche Anlaufmoment sinkt. Im Allgemeinen ist ein Anlaufmoment von etwa 50 % des Nenndrehmoments ausreichend. Ein Hochspannungs-Frequenzumrichter ist im Prinzip ein direkt drehmomentgesteuerter AC/DC/AC-Frequenzumrichter vom Typ VVVF. Mit der schrittweisen Erhöhung der Ausgangsfrequenz von 0 Hz (Synchronstart) bzw. 5 Hz (Asynchronstart) auf 50 Hz steigt die Motordrehzahl allmählich von 0 auf die Nenndrehzahl an, wodurch ein sanfter Anlauf des Motors erreicht wird. Der Anlaufstrom wird üblicherweise auf 50 % des Nennstroms begrenzt. 4. Fazit: Die steigende Leistung einzelner Motoren und die zunehmende Komplexität von Stromversorgungssystemen sind unvermeidliche Folgen der industriellen Produktion und stellen einen ständigen Widerspruch dar. Ingenieure können diesen Widerspruch durch die Entwicklung sinnvoller Stromverteilungskonzepte und die Auswahl geeigneter Anlauf- und Schutzmethoden für Motoren abmildern. Dadurch werden die Auswirkungen und der Umfang des Anlaufvorgangs des Motors auf das Stromnetz minimiert und der sichere Betrieb des Stromversorgungssystems gewährleistet. In diesem Bereich besteht noch erheblicher Forschungsbedarf. Referenzen: 1. Ze Youwei: A Review of Research on Distributed Generation and Its Application in Power Systems, Power System Technology, Vol. 27, No. 12, Dezember 2003; 2. Hu Jiong: A New Type of Regional Stability Control Device for Power Systems, Power System Technology, Vol. 27, No. 3, März 2003; 3. Fan Zongfeng: Progress in Power System Security Research—Research on Vulnerability Issues, Journal of Wuhan University Press, Vol. 36, No. 2, April 2003; 4. Hu Xuehao: Reflections and Inspirations from Power Outages in the US and Canada, Power System Technology, Vol. 27, No. 9, September 2003; 5. Zhou Keding: Macroscopic and Microscopic Electrical Machines; 6. Yu Longhai: Thermischer Widerstands-Sanftanlauf für große Hochspannungsmotoren, Metallurgical Power, Nr. 3, 2003.