Anwendung der Drehzahlregelungstechnik mit variabler Frequenz in Kläranlagen
2026-02-21 11:02:55··#1
Autoren: Zheng Xiaowen, Song Liqiang, Cui Jia, China Municipal Engineering North China Design Institute. Zusammenfassung: Dieser Artikel beschreibt den allgemeinen Prozess von Kläranlagen, erläutert kurz die Energiespareigenschaften von Gebläsen und Pumpen und beschreibt den Einsatz von Frequenzumrichtern zur Drehzahlregelung in verschiedenen Behandlungsabschnitten von Kläranlagen. Schlüsselwörter: Frequenzumrichter, Kläranlage, Energieeinsparung. 1. Einleitung: Als energiearmes Land ist Energieeinsparung in China von besonderer Bedeutung. Die „Richtlinien für Energieeinsparungstechnologien in China“ fordern, dass Pumpen und Gebläse ihre Energiesparwirkung maximieren. In Kläranlagen sind Pumpen und Gebläse die wichtigsten elektrischen Betriebsmittel, weshalb Energieeinsparung und Verbrauchsreduzierung hier besonders wichtig sind. Der Einsatz von Frequenzumrichtern in Kläranlagen ermöglicht eine stufenlose Drehzahlregelung. Dadurch werden die Anforderungen verschiedener Prozessindikatoren an die Motordrehzahlregelung erfüllt, die relative Stabilität des Prozessablaufs gewährleistet, Energie gespart, der Verbrauch gesenkt, die Anzahl der An- und Abfahrvorgänge der Anlagen reduziert, die Lebensdauer der Anlagen verlängert und Betriebsabweichungen aufgrund von Diskrepanzen zwischen tatsächlichem und geplantem Betriebsmaßstab behoben. Die Frequenzumrichter spielen eine wichtige Rolle bei der Abstimmung der verschiedenen Prozessabläufe. Daher finden sie zunehmend Anwendung in der Produktion von Kläranlagen. 1.1 Energiesparpotenzial der Drehzahlregelung für Anlagen wie Ventilatoren und Pumpen: Die Fördermengen von Ventilatoren und Pumpen in Kläranlagen weisen in der Regel Schwankungen auf. Basierend auf den Förderhöhen-Fördermengen-Kennlinien von Ventilatoren und Pumpen lässt sich die Drehzahl und die Fördermenge prozessgerecht regeln. Dies ist eine sehr effektive Methode zur Energieeinsparung. Ventilatoren und Pumpen weisen folgende Eigenschaften auf: Die Kennlinien für Fördermenge und Förderhöhe von Pumpen und Ventilatoren sind in der beigefügten Abbildung dargestellt. Der Zusammenhang zwischen der Motorwellenleistung P, der Fördermenge Q und der Förderhöhe H ist: P = K * H * Q/η, wobei K eine Konstante und η der Wirkungsgrad ist. Der Zusammenhang zwischen diesen Parametern und der Drehzahl N ist wie folgt: Q₁/Q₂ = N₁/N₂, H₁/H₂ = (N₁/N₂)², P₁/P₂ = (N₁/N₂)³. Dabei gilt: Q₁, Q₂ – Fördermenge (m³/s), N₁, N₂ – Drehzahl (U/min), P₁, P₂ – Leistung (kW), H₁, H₂ – Förderhöhe (m). In der obigen Abbildung stellt Kurve 1 die Kennlinie für Druck H und Fördermenge Q des Ventilators bei konstanter Drehzahl dar, und Kurve 2 stellt die Kennlinie des Luftwiderstands im Rohrleitungsnetz dar (Ventilöffnung 100 %). Unter der Annahme, dass der Ventilator im Auslegungspunkt A mit maximaler Effizienz und einem Luftvolumenstrom Q1 von 100 % arbeitet, ist die Wellenleistung P1 = Q1 × H1 proportional zur Fläche AH10Q1. Wenn der Luftvolumenstrom gemäß den Prozessanforderungen von Q1 auf Q (z. B. 70 %) reduziert werden muss, entspricht der Einsatz eines Regelventils einer Erhöhung des Rohrwiderstands. Dadurch ändert sich die Kennlinie des Rohrnetzes zu Kurve 3. Das System wechselt vom ursprünglichen Betriebszustand A zum neuen Betriebszustand B. Wie in der Abbildung dargestellt, steigt der Luftdruck tatsächlich an, und die Wellenleistung P2 ist proportional zur Fläche BH20Q2, wobei nur ein geringfügiger Abfall zu verzeichnen ist. Wird die Lüfterdrehzahl mittels Frequenzumrichter von N1 auf N2 reduziert, lassen sich die Druck- und Volumenstromkennlinien H und Q bei Drehzahl N2 gemäß dem Proportionalitätsgesetz für Lüfter wie in Kurve 4 dargestellt darstellen. Es zeigt sich, dass bei gleichbleibendem Luftvolumenstrom Q2 der Luftdruck H3 und die benötigte Leistung P3 (entsprechend der Fläche CH30Q2) deutlich sinken. Die Leistungseinsparung ΔP = ΔHQ2 ist proportional zur Fläche BH2H3C, der Energiespareffekt ist also sehr deutlich. Der Volumenstrom ist proportional zur Drehzahl, die Leistung proportional zur dritten Potenz des Volumenstroms. Da Lüfter und Pumpen üblicherweise mit nicht drehzahlgeregelten Kurzschlussläufermotoren angetrieben werden, erfolgt die Volumenstromänderung ineffizient durch die Öffnung von Klappen oder Ventilen. Bei Verwendung eines Frequenzumrichters sinkt der Leistungsbedarf mit abnehmendem Volumenstrom deutlich, annähernd proportional zur dritten Potenz des Volumenstroms. Wenn beispielsweise das Luftvolumen auf 80 % und die Drehzahl ebenfalls auf 80 % sinkt, reduziert sich die Wellenleistung auf 51 % der Nennleistung. Bei einer Reduzierung des Luftvolumens auf 50 % kann die Leistung P sogar auf 13 % der Nennleistung sinken. Aufgrund der tatsächlichen Betriebsbedingungen fällt die Energieeinsparung zwar geringer aus, ist aber dennoch deutlich erkennbar. 2. Anwendung der Frequenzumrichtertechnologie in verschiedenen Prozessabläufen von Kläranlagen. Die städtische Abwasserbehandlung lässt sich in Vorbehandlung, Primärbehandlung, Sekundärbehandlung, Weiterbehandlung, Schlammbehandlung und die abschließende Schlammentsorgung unterteilen. Im Folgenden werden die für die verschiedenen Prozessstufen ausgewählten Frequenzumrichter beschrieben. Die Vorbehandlung umfasst üblicherweise die Rechenreinigung, die Pumpstationsförderung und die Sandfangung. Die Rechenreinigung dient dazu, grobe Partikel abzufangen und so den ordnungsgemäßen Betrieb der nachfolgenden Pumpenleitungen und Anlagen zu gewährleisten. Rechen werden im Allgemeinen zur Reinigung eingesetzt. Obwohl Rechenrohre mithilfe von Frequenzumrichtern eine stufenlose Anpassung der Reinigungsgeschwindigkeit ermöglichen, nutzen die meisten Kläranlagen derzeit die Flüssigkeitsstanddifferenz vor und nach dem Rechenrohr als Steuerungssignal und setzen selten Frequenzumrichter ein. Die Abwasserhebeanlage dient dazu, die Förderhöhe zu erhöhen, damit das Abwasser durch die verschiedenen oberirdischen Behandlungsanlagen fließen kann. Da die Abwasserhebeanlage einen hohen Energieverbrauch aufweist, ist Energieeinsparung bei ihr von großer Bedeutung. Die Abwasserhebeanlage nutzt einen Frequenzumrichter, der sich an den Zufluss anpassen lässt. Dadurch werden häufige Start-Stopp-Zyklen vermieden und die Lebensdauer der Pumpe verlängert. Es ist zu beachten, dass der Wasserstand im Sammelbehälter im Normalfall hoch gehalten werden sollte. Dies reduziert die Förderhöhe und den Energieverbrauch bei gleichzeitiger Sicherstellung der Fördermenge. Die Sandabscheidung dient dazu, Sand, Steine und größere Partikel aus dem Abwasser zu entfernen, um deren Ablagerung in nachfolgenden Anlagen zu reduzieren, die Verschlammung von Anlagen zu verhindern und so die Effizienz, den Verschleiß und die Verstopfung sowie den ordnungsgemäßen Betrieb von Rohrleitungen zu gewährleisten. Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen belüfteten und Wirbel-Sandfangsystemen. Die belüfteten Sandfangsysteme sind in der Regel mit einem Schlammabstreifer und einem Gebläse ausgestattet. Da der Schlammabstreifer sehr langsam läuft, verfügt er üblicherweise nur über einen Zweigangmotor. Das Gebläse sorgt für die Belüftung des Sandfangsystems und erzeugt eine bestimmte Wirbelgeschwindigkeit im Abwasser, wodurch sich die größeren Sandpartikel absetzen können. Je nach Prozessanforderungen kann die Drehzahl des Gebläses im Sandfangsystem frequenzgeregelt werden, um die Belüftungsintensität anzupassen. Die Drehzahl wird entsprechend der Wassermenge im Sandfangsystem eingestellt. Wirbel-Sandfangsysteme funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie belüftete Sandfangsysteme. Anstatt die Wirbelgeschwindigkeit durch Belüftung zu erzeugen, wird direkt ein Rührwerk eingesetzt, um die Rotationsgeschwindigkeit im Wasserstrom zu erhöhen. Das Rührwerk kann in der Regel frequenzgesteuert betrieben werden. (1) Die Primärreinigung erfolgt hauptsächlich im Vorklärbecken, wo durch Sedimentation möglichst viele Schwebstoffe aus dem Abwasser entfernt werden. Das wichtigste Gerät in diesem Abschnitt ist der Schlammschaber. Dieser läuft im Wesentlichen kontinuierlich oder intermittierend mit gleichmäßiger Drehzahl und verfügt üblicherweise nicht über eine Frequenzumrichtersteuerung. (2) Die Sekundärreinigung besteht hauptsächlich aus einem Belüftungsbecken und einem Nachklärbecken. Ziel ist es, die meisten Schadstoffe im Abwasser durch den Stoffwechsel von Mikroorganismen in CO₂ und H₂O umzuwandeln. Dieser Abschnitt ist als wichtige Reinigungsstufe in einer Kläranlage relativ komplex, und die Geräteauswahl variiert je nach spezifischem Prozess. Im Folgenden werden einige Geräte und Steuerungseinrichtungen eines typischen Belebtschlammverfahrens kurz beschrieben. Das Belüftungsbecken ist das Herzstück des Belebtschlammverfahrens. Hier vermischt sich der aus Mikroorganismen bestehende Belebtschlamm vollständig mit den organischen Schadstoffen im Abwasser und nimmt diese auf, um sie abzubauen. Belüftungssysteme lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen: Belüftung mittels Gebläsen und mechanische Belüftung. Zu den Belüftungsanlagen gehören hauptsächlich Gebläse und Oberflächenbelüfter. Als Schlüsselkomponenten in Kläranlagen beeinflussen die Betriebsbedingungen von Gebläsen und Oberflächenbelüftern nicht nur die Reinigungsleistung, sondern auch die Gesamtbetriebskosten der Kläranlage erheblich. Belüftungsgebläse sind in der Regel Radialgebläse, die weiter in einstufige Hochgeschwindigkeits-Radialgebläse und mehrstufige Niedriggeschwindigkeits-Radialgebläse unterteilt werden. Bei einstufigen Hochgeschwindigkeits-Radialgebläsen verwenden die meisten Kläranlagen aufgrund der bauartbedingten Eigenschaften automatisch verstellbare Einlaufleitschaufeln, um Energie zu sparen. Die Betriebsergebnisse sind dabei sehr gut. Bei mehrstufigen, langsam laufenden Radialgebläsen werden häufig Frequenzumrichter eingesetzt, um Energie zu sparen. Bei Oberflächenbelüftern dienen Frequenzumrichter (FU) zur Steuerung des Belüftungsvolumens und erzielen so Energieeinsparungen. Unabhängig davon, ob Gebläse oder Oberflächenbelüfter verwendet werden, dient der Sauerstoffgehalt (DO) des Schlammgemisches im Belüftungsbecken üblicherweise als Regelparameter zur Anpassung des FU und damit zur Regulierung des Belüftungsvolumens. Einige Belüftungsbecken sind aufgrund unterschiedlicher Verfahren mit einer Rückförderpumpe für die Mischflüssigkeit ausgestattet, deren Rückfördermenge über einen FU geregelt werden kann. Die Rückfördermenge wird über das interne Rücklaufverhältnis gesteuert (das sich an die Schlammkonzentration im Belüftungsbecken anpassen lässt). Da dieser Parameter von verschiedenen Faktoren wie Abwassereigenschaften, Temperatur, Zulaufmenge und Betriebsleistung abhängt, muss er während des Betriebs schrittweise (in der Regel manuell) angepasst werden. Daher wird diese Pumpe üblicherweise manuell eingestellt. Aufgrund der Unsicherheit und Kontinuität der Rückfördermenge der Mischflüssigkeit ist die FU-Steuerung relativ einfach zu realisieren. Um Schlammablagerungen zu verhindern, ist im Belüftungsbecken ein Unterwasserpropeller installiert. Dieser arbeitet mit konstanter Drehzahl und benötigt keine Drehzahlregelung. Im Nachklärbecken wird der Belebtschlamm vom gereinigten Abwasser getrennt und bis zu einem gewissen Grad konzentriert. Dieser Anlagenteil besteht hauptsächlich aus einer Schlammsaugmaschine, die kontinuierlich oder intermittierend mit konstanter Drehzahl arbeitet und in der Regel keinen Frequenzumrichter benötigt. Das Schlammrückführungssystem führt den Großteil des im Nachklärbecken abgesetzten Belebtschlamms zurück in das Belüftungsbecken, um eine ausreichende mikrobielle Konzentration zu gewährleisten. Die wichtigste Komponente ist die Schlammrückführungspumpe, die über einen Frequenzumrichter gesteuert werden sollte. Die Rückführungsmenge wird hauptsächlich über das Rückführungsverhältnis reguliert. Dieses kann anhand verschiedener Parameter wie dem Schlammstand im Nachklärbecken, dem Absetzverhältnis sowie den Konzentrationen des rückgeführten Schlamms und des Belebtschlamms eingestellt werden. Das Klärschlammsystem leitet hauptsächlich einen Teil des täglich anfallenden Belebtschlamms aus dem Belebungsbecken ab. Die wichtigste Komponente ist die Klärschlammpumpe. Aufgrund der geringen Klärschlammmenge ist die Motorleistung der Klärschlammpumpe in der Regel nicht hoch. Der Einsatz eines Frequenzumrichters ist daher energiesparend und für den Prozess unerlässlich. Die Drehzahlregelung der Klärschlammpumpe erfolgt über die Schlammkonzentration im Belebtschlammbecken. Da heutzutage immer mehr Kläranlagen auf Schlammspeicherbecken vor der Eindickung und Entwässerung verzichten, ist die Anpassung der Klärschlammmenge mittels Frequenzumrichter umso wichtiger. Ein weiteres gängiges Verfahren in Kläranlagen ist die Oxidationsgrabenbehandlung. Die wichtigste Komponente der Oxidationsgrabenbehandlung ist der Scheiben- oder Bürstenbelüfter. Teilweise werden auch Oberflächenbelüfter eingesetzt. Der Betrieb des Oberflächenbelüfters wird im Wesentlichen über einen Frequenzumrichter gesteuert. Da im Oxidationsgraben zahlreiche Rotationsscheiben- oder Rotationsbürstenbelüfter installiert sind, werden zur Drehzahlregelung in der Regel Zweigangmotoren eingesetzt; Frequenzumrichter finden hingegen selten Verwendung. (3) Die weitergehende Abwasserbehandlung dient hauptsächlich der Wiederverwendung von Abwasser für spezielle Zwecke, beispielsweise in der Industrie. Zu den üblichen Behandlungsverfahren gehören Koagulation, Filtration, Chemikaliendosierung und Chlorung. Hierfür wird eine Abwasserpumpstation eingerichtet. Weitergehende Abwasserbehandlung und allgemeine Wasseraufbereitungsverfahren weisen Ähnlichkeiten auf. Frequenzumrichter werden üblicherweise im Schlammabstreifer des Koagulationsbeckens, in der Rückspülwasserpumpe und im Gebläse der Filteranlage, in der Dosierpumpe im Chlorierungs- und Dosierraum sowie in der Abwasserpumpe der Abwasserpumpstation eingesetzt. Die Steuerung dieser Komponenten ist den entsprechenden Prozessleitsystemen für die Wasseraufbereitung zu entnehmen. Eine erneute Beschreibung in diesem Artikel wird daher nicht gegeben. (4) Die Schlammbehandlung und -entsorgung umfassen im Wesentlichen die Eindickung, Faulung, Entwässerung, Kompostierung oder Düngemittelherstellung sowie die landwirtschaftliche Deponierung von Klärschlamm aus Kläranlagen. Schlammfaulung und Schlammdüngung werden in den meisten Kläranlagen selten angewendet und daher nicht näher erläutert. Wir beschränken uns auf die Anwendung von Frequenzumrichtern bei der Schlammeindickung und -entwässerung. Die Schlammeindickung dient der Verdickung von Schlamm mit hohem Wassergehalt, um die nachfolgende Behandlung oder Entsorgung zu erleichtern. Kläranlagen nutzen in der Regel die Schwerkraft- und die Zentrifugaleindickung. Die Schwerkrafteindickung erfolgt hauptsächlich in Eindickungsbecken. Die wichtigste Anlage ist der Schlammeindicker. Eindicker arbeiten üblicherweise kontinuierlich und benötigen keine Frequenzumrichter. Die Zentrifugaleindickung findet aufgrund ihrer Vorteile wie hoher Eindickungsgeschwindigkeit und geringer Geruchsentwicklung zunehmend Anwendung in Kläranlagen. Die Hauptausrüstung umfasst Schlammeindicker, Dosierpumpen und Schlammförderpumpen. Schlammeindicker und Dosierpumpen werden in der Regel über Frequenzumrichter (FU) gesteuert. Schlammförderpumpen werden typischerweise bei Vorhandensein eines Schlammlagertanks installiert; daher ist die Schlammfördermenge festgelegt und benötigt üblicherweise keine Drehzahlregelung. Die wichtigsten Parameter für die Schlammeindickungsanlage sind die Schlammfördermenge, die Schlammeigenschaften und die Temperatur. Die Drehzahlregelung ist relativ komplex und erfordert ein Modell, das auf den tatsächlichen Betriebsbedingungen basiert. Die Schlammentwässerung reduziert den Wassergehalt des eingedickten Schlamms weiter und verringert so sein Volumen für einen einfacheren Transport und eine leichtere Lagerung. In der Regel wird die mechanische Entwässerung eingesetzt. Die Hauptausrüstung umfasst Schlammentwässerungsanlagen, Dosierpumpen, Schlammförderpumpen und Spülpumpen. Gängige Entwässerungsanlagen sind Bandfilterpressen und Zentrifugalentwässerungsanlagen. Bandfilterpressen nutzen primär Drehzahlreduzierungsmechanismen und andere mechanische Vorrichtungen zur Bandgeschwindigkeitsregulierung und verzichten in der Regel auf Frequenzumrichter. Zentrifugale Entwässerungsanlagen hingegen verwenden typischerweise Frequenzumrichter, deren Regelparameter an die sich ändernde Schlammqualität angepasst werden müssen. Auch andere Komponenten, wie z. B. Chemikaliendosierpumpen, erfordern eine ständige Anpassung und werden üblicherweise über Frequenzumrichter gesteuert. Die Speisepumpen zentrifugaler Entwässerungsanlagen nutzen ebenfalls häufig Frequenzumrichter. Waschpumpen zum Spülen der Filtertücher in Bandfilterpressen benötigen aufgrund ihres konstanten Drucks und Durchflusses keine Drehzahlregelung. Mit der zunehmenden Einführung neuer Verfahren und Anlagen in Kläranlagen steigen die Anforderungen an Regelgenauigkeit und Wirtschaftlichkeit, was zu einer wachsenden Anzahl von Geräten führt, die eine Frequenzumrichtersteuerung benötigen. Daher müssen Konstrukteure die Anlagen sorgfältig anhand der Prozesscharakteristika auswählen, um einen sicheren, wirtschaftlichen und energieeffizienten Betrieb zu gewährleisten und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Investition zu berücksichtigen. 3. Wichtige Hinweise zur Auswahl und zum Einsatz von Frequenzumrichtern in Kläranlagen: (1) Bei der Auswahl von Frequenzumrichtern sind Nennleistung, Nennstrom und Nennspannung des Motors umfassend zu berücksichtigen. Die Parameter des Frequenzumrichters sind passend zur elektrischen Anlage zu wählen. In Kläranlagen werden häufig Motoren mit hohem Strombedarf und niedriger Drehzahl eingesetzt. Bei der Auswahl von Frequenzumrichtern anhand der Nennleistung muss der Nennstrom des Frequenzumrichters auf die jeweilige Anlage abgestimmt sein. (2) Neben Anlagen wie Wasserpumpen und Ventilatoren gibt es in Kläranlagen auch Anlagen mit hohem Anlaufdrehmoment, z. B. Rotationsscheiben und Oberflächenbelüfter. Einige Hersteller bieten Frequenzumrichter für Wasserpumpen- und Ventilatorlasten sowie für Konstantdrehmomentlasten an. Bei der Auswahl von Frequenzumrichtern ist besondere Sorgfalt geboten. Für Konstantdrehmomentlasten oder Maschinen mit hohen Anforderungen an die statische Drehzahlgenauigkeit empfiehlt sich der Einsatz von Hochleistungs-Frequenzumrichtern mit Drehmomentregelung. (3) Die meisten Hersteller verwenden heutzutage Spannungsquellen-Wechselrichter mit hohem Leistungsfaktor (mindestens 0,95). In der Praxis sollte die Leistungsfaktorkorrektur berücksichtigt werden, sodass keine zusätzlichen Kompensationsgeräte erforderlich sind. Die Kompensationskapazität des zentralen Kompensationskondensators kann entsprechend reduziert werden. Einige Hersteller verwenden jedoch Stromquellenwechselrichter. Der Leistungsfaktor des Wechselrichters ändert sich stark mit der Motordrehzahl, weshalb Kompensationskondensatoren berücksichtigt werden müssen. (4) Die Einspeisung von Oberschwingungen in das Stromnetz durch große Motorwechselrichter, insbesondere Hochspannungswechselrichter, muss gemäß der nationalen Norm GB/T14549-93 „Netzqualität – Oberschwingungen im öffentlichen Stromnetz“ strikt eingehalten werden. Sonderfälle sind gesondert zu prüfen. Bei der Auswahl sind die entsprechenden Zubehörteile auszuwählen und die spezifischen Anforderungen dem Hersteller mitzuteilen. (5) Bei der Auswahl von Wechselrichtern ist die Übertragungslänge der Wechselrichterkabel zu berücksichtigen. Die meisten Wechselrichter haben eine maximale Übertragungslänge von 200 m. Bei größeren Entfernungen sind zusätzliche Zubehörteile wie Ableitungsdrosseln und Ableitungsfilter erforderlich. Dies muss bei der Auslegung unbedingt berücksichtigt werden. (6) Aufgrund des Einflusses der vom Frequenzumrichter erzeugten Oberschwingungen ist die Belastung des Kompensationskondensators relativ hoch. Bei der Auswahl der Kondensatoren sollten solche mit Drosseln verwendet werden, idealerweise Kondensatorbänke mit Oberschwingungsunterdrückungseinrichtungen. (7) In Kläranlagen müssen zahlreiche Parameter geregelt werden. Daher ist es notwendig, das Regelungsmodell unter Einbeziehung verschiedener Informationen umfassend festzulegen. Der Frequenzumrichter sollte die Daten- und Informationskommunikationsmöglichkeiten mit anderen Steuerungssystemen berücksichtigen, um die verschiedenen Betriebszustände des Umrichters besser zu überwachen und ihn optimal zu regeln. So kann das Potenzial der integrierten Anwendung verschiedener Geräte im selben System voll ausgeschöpft und ein dynamischer, komplementärer und wirtschaftlicher Betrieb erreicht werden. (8) Installation und Verdrahtung des Frequenzumrichters müssen strikt gemäß der Installations- und Betriebsanleitung erfolgen. Verschiedene Hilfsmaßnahmen, wie die Sicherstellung der Umgebungsbedingungen und die Gewährleistung der Erdung, sind zu treffen. Andernfalls werden die Lebensdauer und der Wirkungsgrad des Frequenzumrichters beeinträchtigt und Störungen in anderen Systemen verursacht. Insbesondere die Anforderungen an die Umgebungstemperatur sind von großer Bedeutung. Der Frequenzumrichter erzeugt viel Wärme. Bei der Installation im Schaltschrank müssen die Anforderungen an die Wärmeabfuhr berücksichtigt werden. Gegebenenfalls ist eine zusätzliche Belüftungseinrichtung erforderlich. Dies ist insbesondere bei Hochleistungs-Frequenzumrichtern wichtig. 4. Fazit: Die Praxis hat gezeigt, dass die Nutzung der Drehzahlregelung mit variabler Frequenz nicht nur Energie spart, sondern auch die Automatisierung des Gesamtsystems deutlich verbessert, die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter reduziert, die Wartungskosten senkt, die Lebensdauer der Anlagen und die Wartungszyklen verlängert und die Auswirkungen häufiger Motorstarts auf das Stromnetz minimiert. Ihr Einsatz in Kläranlagen sollte daher dringend gefördert werden.