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Eine kurze Erläuterung zum Transformatorrelaisschutz

2026-02-21 08:45:52 · · #1
Der Transformatorschutz nutzt die plötzlichen Änderungen von Strom, Spannung und Öltemperatur, die bei Fehlern innerhalb oder außerhalb des Transformators auftreten, um Art und Umfang des Fehlers zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Nach dem Auslösen des Schutzrelais kann das akustische Signal vorübergehend stummgeschaltet werden, wenn sich die Auslösung als Sofortauslösung bestätigt. Ist der Gasschutz betroffen, prüfen Sie zunächst, ob dieser ausgelöst hat. Wenn nicht, liegt die Fehlerstelle außerhalb des Transformators. Prüfen Sie den Transformator und die Zuleitungen vom Hochspannungsschalter zum Transformator auf Kurzschlüsse zwischen den Phasen in den Kabeln und Sammelschienen. Untersuchen Sie außerdem die Hochspannungsleitungen des Transformators sorgfältig auf offensichtliche Fehlerstellen und andere Auffälligkeiten wie Ölspritzer, Feuer oder übermäßigen Temperaturanstieg. Wird eine Gasauslösung festgestellt, liegt die Fehlerstelle wahrscheinlich im Transformator. Das Leichtgasrelais löst in der Regel bei einem Teilkurzschluss zwischen Windungen oder Lagen der Transformatorwicklung, mangelhafter Kernisolierung oder starkem Ölverlust mit sinkendem Ölstand aus. Tritt im Transformator ein schwerwiegender interner Fehler auf, beispielsweise ein Phasen-zu-Phasen-Kurzschluss aufgrund eines Fehlers in der Primärwicklung, erzeugt der Fehlerstrom einen starken Luft-Öl-Strom. Dieser prallt gegen die Schwergasleitwand und löst das Schwergasrelais aus, wodurch der Leistungsschalter auslöst und ein Signal sendet. Zeigt der Transformator zum Zeitpunkt des Fehlers keine offensichtlichen Auffälligkeiten, kann das Gas zur weiteren Analyse aufgefangen werden, um die Fehlerursache zu ermitteln. Ist das aufgefangene Gas farblos, geruchlos und nicht brennbar, hat das Gasrelais aufgrund von aus dem Öl entweichender Luft ausgelöst. Ist das aufgefangene Gas gelb und nicht leicht entzündlich, liegt der Fehler in den Holzteilen des Transformators. Ist das Gas blassgelb, riecht es stark und ist es brennbar, liegt der Fehler im Isolierpapier oder -karton. Ist das Gas grau oder schwarz und brennbar, liegt der Fehler im Isolieröl. Bei Transformatoren im Freien kann das Gasrelaisventil geöffnet werden, um das aus dem Entlüftungsventil austretende Gas zu entzünden. Brennbares Gas verbrennt mit einer hellen Flamme. Es ist wichtig zu beachten, dass das Entlüftungsventil sofort geschlossen werden muss, sobald Öl austritt. Zündtests sind bei Transformatoren in Innenräumen verboten. Die Gasfarbprüfung muss umgehend erfolgen, da sich die Farbe sonst schnell verändert. Gasproben sind nach Abschalten der Stromversorgung aus dem Transformator zu entnehmen. Sollte die Ursache der Gasauslösung weiterhin unklar sein, kann zur Überprüfung des Transformatorzustands ein vereinfachter Test an einer Transformatorölprobe durchgeführt werden, um eine Abnahme der Spannungsfestigkeit oder des Flammpunkts festzustellen. Wird kein Problem gefunden, ist der Sekundärkreis der Gasschutzeinrichtung zu überprüfen, um eine Fehlfunktion der Gasschutzeinrichtung auszuschließen und somit die Zuverlässigkeit des Relais-Schutzes zu bestätigen. Bei einer starken Gasauslösung löst der Leistungsschalter aus. Solange keine Fehlerbehebung durchgeführt und die Fehlerfreiheit des Transformators nicht eindeutig nachgewiesen ist, darf die Stromversorgung nicht wiederhergestellt werden. Wurde festgestellt, dass der Differenzialschutz ausgelöst hat, muss die Ursache der Auslösung ermittelt werden. Es ist entscheidend, genau festzustellen, ob die Ursache in Problemen mit den Transformatordurchführungen oder einem internen Transformatorfehler liegt. Vorsichtsmaßnahmen: Schutzrelais sollten hochwertige Relais und Schutzkomponenten mit minimalen Bauteilkontakten verwenden. Die Installationsqualität muss den Normen entsprechen; Schutz- und Schaltschränke müssen sicher und zuverlässig sein und dürfen nicht an vibrierenden Orten installiert werden. Klemmenblöcke müssen qualifizierter Qualität sein und die Verkabelung muss sicher sein. Vor der Inbetriebnahme eines Relais müssen die diensthabenden Mitarbeiter und Bediener das Funktionsprinzip der Schutzeinrichtung genau verstehen. Während des Betriebs der Schutzrelais sind alle ungewöhnlichen Vorkommnisse genau zu überwachen und unverzüglich dem zuständigen Vorgesetzten zu melden. Betriebene Schutzrelais dürfen nicht ohne Genehmigung der Leitstelle oder des Vorgesetzten willkürlich abgeschaltet oder deren Einstellungen und Sekundärkreise verändert werden. Die Aktivierung oder Deaktivierung von betriebenen Schutzrelais muss vom Disponenten oder dem zuständigen Vorgesetzten genehmigt und im Dienstprotokoll dokumentiert werden. Jegliche Änderungen an den Einstellungen des Schutzrelais oder der Sekundärkreisverdrahtung bedürfen der Zustimmung von Fachkräften für Schutzrelais. Alle Arbeiten an Sekundärkreisen müssen den einschlägigen Bestimmungen der „Elektrischen Sicherheitsvorschriften“ entsprechen. Wenn das diensthabende Personal Schaltvorgänge an Relais-Schutzschaltungen durchführt, muss es die erforderlichen Anpassungen am Relais-Schutz gemäß den Leistungs- und Betriebsanweisungen des Relais-Schutzgeräts vornehmen. Es ist jedoch unbedingt zu beachten, dass das diensthabende Personal lediglich die Schutzdruckplatte anschließen oder trennen, den Umschalter betätigen und Sicherungen einsetzen oder entfernen darf. Nach dem Auslösen eines Leistungsschalters aufgrund einer Relais-Schutzfunktion darf das Auslösesignal nicht sofort zurückgesetzt werden. Stattdessen muss die Schutzfunktion überprüft und die Ursache ermittelt werden. Erst nachdem der Fehler behoben und die Stromversorgung wiederhergestellt ist, dürfen alle Auslösesignale zurückgesetzt werden.
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