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Flachbildschirm-Schnittstellentechnologie

2026-02-21 11:14:40 · · #1
Angesichts des steigenden Marktanteils von Flachbildschirmen wie LCD/PDP und der zunehmenden Verbreitung digitaler Videogeräte wie hochauflösender Digitalfernseher und Projektoren benötigt die Branche digitale Schnittstellentechnologien mit besserer Erweiterbarkeit, größerer Offenheit gegenüber Industriestandards und der Möglichkeit zur Funktionserweiterung. Schnittstellenstandards wie DVI, VGA und LVDS sind zwar in PCs und Unterhaltungselektronik weit verbreitet, doch ihre Unfähigkeit, den wachsenden Anforderungen neuer Produkte hinsichtlich Bandbreite, Inhaltsschutz und Audiounterstützung gerecht zu werden, macht neuere Standards wie UDI (Unified Display Interface), HDMI und DisplayPort besser geeignet für die Marktanforderungen. Im Folgenden konzentrieren wir uns auf HDMI und DisplayPort. Aktuell nutzt die wichtigste Display-Schnittstellentechnologie in eingebetteten Systemen, wie z. B. LCD-Monitoren in Laptops oder Fernsehern, primär Low Voltage Differential Signaling (LVDS) zur Verbindung mit dem Display-Treiber. Für externe Monitore, die an PCs angeschlossen werden, kommt die herkömmliche VGA-Schnittstelle zum Einsatz. Einige High-End-Monitore verfügen zudem über eine digitale Videoschnittstelle (DVI) zum Anschluss an High-End-PCs. Für den Anschluss von Camcordern oder Videorecordern verwenden Fernseher analoge Composite-Videosignale. Für DVD-Player mit progressivem Scan in Standardauflösung werden analoge Komponentenvideosignale verwendet. HD-Fernseher hingegen setzen zunehmend auf HDMI (High-Definition Multimedia Interface), um die Audioübertragung und den Schutz von Inhalten zu verbessern. VGA- und LVDS-Schnittstellen: VGA-Schnittstellen sind in ihren Möglichkeiten eingeschränkt und unterstützen weder hohe Auflösungen noch Farbtiefen. Zudem fehlt ihnen der für HD-Inhalte erforderliche Schutz. LVDS eignet sich nur für kurze Distanzen und ist zeitlich begrenzt. Für die Übertragung hoher Auflösungen und Farbtiefen sind zusätzliche Pins und ein breiteres Kabel erforderlich. Moderne Laptops verfügen über integrierte Audio- und Multimediafunktionen, die über Kabel an der Vorderseite vergleichbare Funktionen wie LVDS bieten. DVI-Schnittstelle: Die DVI-Schnittstelle (Digital Visual Interface) ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 8 Gbit/s. Ursprünglich für Computerbildschirme entwickelt, dient sie heute der Übertragung unkomprimierter HD-Videosignale. Moderne Projektoren, Plasma- und LCD-Bildschirme nutzen dieses Videoausgangssystem. Ihr Nachteil: Die Kabellänge darf 8 Meter nicht überschreiten, da sonst die Bildqualität beeinträchtigt wird. Die DVI-Technologie hat ebenfalls ihre Grenzen. Die DVI-1.0-Spezifikation wird praktisch nicht mehr weiterentwickelt und lässt sich nur schwer aktualisieren, um höhere Taktraten, Farbtiefen, Anschlussarten und neuere Funktionen zu unterstützen. DVI und VGA verkomplizieren Flachbildschirme, da das Signal intern in LVDS umgewandelt werden muss, was den Verkabelungsaufwand und die Kosten des Monitors erhöht. Darüber hinaus behindert die aktuelle Betriebsspannung von 3,3 V bei DVI die Entwicklung und Anwendung von Niederspannungschips in PCs der nächsten Generation. Die HDMI-Schnittstelle (High Definition Multimedia Interface) ist die erste und einzige branchenweit unterstützte, unkomprimierte, volldigitale Audio-/Video-Schnittstelle. HDMI vereinfacht die Verkabelung erheblich, indem es hochauflösende, volldigitale Audio- und Videoinhalte über ein einziges Kabel überträgt und dem Verbraucher so ein Heimkinoerlebnis höchster Qualität bietet. Vorteile der HDMI-Schnittstelle: Die HDMI-Standardschnittstelle kann unkomprimierte, hochauflösende Video- und Mehrkanal-Audiodaten digital und in hoher Qualität übertragen. Ihre überlegene Leistung übertrifft alle Vorgängerprodukte. Der HDMI-Anschluss verwendet eine Ein-Draht-Verbindung ohne Längenbeschränkungen und ersetzt so die komplexen Kabel hinter dem Gerät. Der HDMI-Standard kann mit Wideband Digital Content Protection (HDCP) kombiniert werden, um das unautorisierte Kopieren urheberrechtlich geschützter audiovisueller Inhalte zu verhindern. Die Geschichte der HDMI-Schnittstellenentwicklung: Im April 2002 gründeten sieben Unternehmen – Hitachi, Panasonic, Philips, Silicon Image, Sony, Thomson und Toshiba – die HDMI-Organisation, um einen neuen Standard speziell für die digitale Video-/Audioübertragung zu entwickeln. Digital Content Protection, LLC (eine Tochtergesellschaft von Intel) stellte High Bandwidth Digital Content Protection (HDCP) für HDMI bereit. Darüber hinaus unterstützten große Hersteller von Motion Graphics wie Fox, Universal, Warner Bros. und Disney, die Systembetreiber DirecTV und EchoStar (Dish Network) sowie CableLabs und Samsung HDMI. Ende 2002 wurde der HDMI-1.0-Standard veröffentlicht. HDMI ist pinkompatibel mit DVI, verwendet jedoch ein anderes Gehäuse. Im Vergleich zu DVI kann HDMI digitale Audiosignale übertragen, bietet Unterstützung für HDCP und eine verbesserte optionale DDC-Funktionalität. HDMI unterstützt eine Datenübertragungsrate von 5 Gbit/s und eine maximale Übertragungsdistanz von 15 Metern. Dies ist ausreichend, um ein 1080p-Videosignal und ein 8-Kanal-Audiosignal zu übertragen (ein 1080p-Videosignal und ein 8-Kanal-Audiosignal benötigen weniger als 4 GB/s) und bietet noch genügend Spielraum. Dadurch können DVD-Player, Receiver und PVR mit nur einem Kabel verbunden werden. HDMI unterstützt außerdem EDID und DDC2B, wodurch HDMI-fähige Geräte sofort einsatzbereit sind (Plug-and-Play). Signalquelle und Anzeigegerät wählen automatisch das am besten geeignete Video-/Audioformat aus. HDMI Version 1.2, veröffentlicht von HDMI LLC, bietet eine verbesserte Kompatibilität mit PC-Systemen und enthält wichtige Verbesserungen zur Vereinfachung der PC-Verbindung und der Übertragung digitaler Audiostreams (z. B. SACD). Der im Juni 2006 angekündigte HDMI-1.3-Standard bietet folgende Neuerungen: Höhere Übertragungsgeschwindigkeiten: HDMI 1.3 erhöht die Bandbreite der Einzelverbindung von 165 MHz (4,95 Gbit/s) auf 340 MHz (10,2 Gbit/s), um den Anforderungen zukünftiger hochauflösender Anzeigegeräte gerecht zu werden, wie z. B. höherer Auflösung, satteren Farben und höheren Bildwiederholraten. Sattere Farben: HDMI 1.3 unterstützt Farbtiefen von 30 Bit, 36 Bit und 48 Bit (RGB oder YCbCr), im Vergleich zu maximal 24 Bit bei früheren HDMI-Versionen. Erweiterter Farbraum: HDMI 1.3 beseitigt alle Einschränkungen bei der Farbauswahl: Der Farbraum der nächsten Generation „xvYCC“ ist 1,8-mal größer als die bisherigen HDTV-Farben. Dies ermöglicht präzisere HDTV-Farbdarstellungen und sorgt für natürliche, lebensechte Farben in Kinoqualität. Neue Mini-Schnittstelle: Da kleine tragbare Geräte wie HD-Camcorder und Digitalkameras eine nahtlose HDTV-Konnektivität benötigen, bietet HDMI 1.3 neue Schnittstellenoptionen mit kleinerem Wellenformfaktor. Lippensynchronisation: Da Unterhaltungselektronikgeräte immer ausgefeiltere digitale Signalverarbeitungstechnologien nutzen, um die Klarheit und Detailgenauigkeit von Bildinhalten zu verbessern, ist die Synchronisierung von Audio- und Videoinhalten auf Benutzergeräten zu einer großen Herausforderung geworden, die unter Umständen komplexe Benutzereinstellungen erfordert. HDMI 1.3 führt die automatische Video-/Audio-Synchronisierung ein, die es Geräten ermöglicht, die Synchronisierung perfekt und automatisch durchzuführen. Neue verlustfreie Audioformate: Zusätzlich zur bestehenden Unterstützung von HDMI für unkomprimiertes digitales Audio mit hoher Bandbreite und allen bestehenden komprimierten Formaten (wie Dolby Digital und DTS) bietet HDMI 1.3 Unterstützung für die neuen, verlustfrei komprimierten digitalen Audioformate Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio. Technische Details zu HDMI: HDMI-Videoformate: HDMI unterstützt RGB-Signale, 4:4:4-abgetastete YCbCr-Signale und 4:2:2-abgetastete YCbCr-Signale. Die maximale Übertragungsrate beträgt 24 Bit pro Pixel. Bei einer Auflösung von 640x480 liegt der typische Abtastwertebereich für RGB bei 0-255. Für YcbCr und alle anderen RGB-Auflösungen beträgt der Abtastwertebereich 16-235. HDMI-Audiodatenformat: Basierend auf dem DVD-Audiostandard unterstützt HDMI 1-8 unkomprimierte Audiostreams mit Abtastraten von 48, 96 oder 192 kHz. Abhängig vom Videoformat kann HDMI unterschiedliche Mengen komprimierten Audios mit 192 kHz übertragen. Es werden bis zu 8 Audiokanäle unterstützt. Eigenschaften der HDMI-Schnittstelle: Eine volldigitale, unkomprimierte Signalschnittstelle, die eine direkte digitale Bild- und Audioausgabe von der Signalquelle ermöglicht. Ein einziges Kabel genügt für die Übertragung von Video- und Audiosignalen; alle HD-Signale und Audiosignale werden über dasselbe Kabel übertragen, einschließlich 5 Videokomponenten und Mehrkanal-Audio. Die HDMI-Schnittstelle unterstützt außerdem die Übertragung intelligenter Informationen wie Seitenverhältnis, Signalformat und Steuerinformationen und ermöglicht so die intelligente Steuerung zwischen Geräten. Es unterstützt die Übertragung und Anzeige von HDTV-Signalen mit 1080p und höherer Auflösung und ist somit für HDTV-Anwendungen geeignet. Der HDMI-Anschluss Typ A hat 19 Pins. Eine höher auflösende Version, Typ B genannt, wurde zwar definiert, ist aber noch nicht weit verbreitet. Typ B hat 29 Pins und kann dadurch einen erweiterten Videokanal für hochauflösende Displays übertragen. Typ B ist für Auflösungen über 1080p ausgelegt. HDMI Typ A ist abwärtskompatibel mit dem in aktuellen Computermonitoren und Grafikkarten verwendeten DVI-Anschluss (Digital Video Interface) mit einem Anschluss. Das bedeutet, dass eine DVI-Quelle über eine geeignete Schnittstellenkarte oder ein Kabel einen HDMI-Monitor ansteuern kann und umgekehrt. HDMI-Audiosignale und Fernbedienungsfunktionen werden jedoch nicht unterstützt. Außerdem wird HDCP nicht unterstützt, und die Videoqualität und -auflösung können an der Signalquelle künstlich reduziert werden, um zu verhindern, dass Endnutzer urheberrechtlich geschützte Inhalte ansehen, insbesondere kopieren. HDMI Typ B ist ebenfalls abwärtskompatibel mit DVI (Digital Video Interface mit zwei Anschlüssen). HDMI-Anwendungen: Im Jahr 2004 begann die Unterhaltungselektronikindustrie, DVD-Player und Kabel-/Satellitenreceiver mit HDMI-Schnittstellen auszustatten. Auch digitale Fernsehgeräte und LCD-/Plasma-Displays hielten nach und nach Einzug in HDMI-Schnittstellen. Ende 2004 war HDMI bei Fernsehern und Monitoren weit verbreitet. Laut Daten von HDMI Licensing, dem Unternehmen, das die HDMI-Technologie lizenziert, nutzten im Juni 2006 weltweit über 400 Hersteller von Unterhaltungselektronik und PCs die HDMI-Schnittstelle. Das Marktforschungsunternehmen In-Stat prognostizierte für 2006 die Markteinführung von 60 Millionen Geräten mit HDMI, darunter Set-Top-Boxen, DVD-Player und AV-Receiver. Die DVD Copy Control Association hat HDMI mit Kopierschutz weltweit als lizenzierte digitale Ausgabeschnittstelle für CSS-geschützte Inhalte anerkannt. Obwohl der HDMI-Standard zunehmend Anerkennung in der Branche findet, gilt er derzeit lediglich als Industriestandard. Eine Einreichung bei internationalen Organisationen wie der ITU oder ISO zur internationalen Standardisierung ist nicht geplant. Die Anzahl neuer Geräte mit HDMI-Schnittstelle steigt stetig. Neben DVD-Playern, Set-Top-Boxen, AV-Receivern und Audio-/Videomonitoren wird die HDMI-Schnittstelle auch in PCs, Blu-ray-Laufwerken, Spielecontrollern und tragbaren elektronischen Geräten eingesetzt. Immer mehr Hersteller von Unterhaltungselektronik in China setzen auf HDMI; große Haushaltsgerätehersteller wie Konka, Changhong, Skyworth, TTE, Xiamen Hua und Hisense nutzen HDMI bereits als Schnittstelle. Am 21. November 2005 eröffneten das Shenzhen HDMI Authorized Testing Center und das PanelLink Cinema Testing Center lokale Testdienstleistungen für chinesische Hersteller von Unterhaltungselektronik und vereinfachten und beschleunigten so die Markteinführung von HDMI-Produkten erheblich. Das Shenzhen HDMI Testing Center ist das vierte autorisierte HDMI-Test- und Zertifizierungszentrum weltweit. Die anderen drei befinden sich in Osaka, Japan (im Besitz von Panasonic), Caen, Frankreich (im Besitz von Philips) und Kalifornien, USA (im Besitz von Silicon Image). Silicon Image wird bis Mitte 2006 ein neues HDMI-Testzentrum in Shanghai eröffnen. Die UDI-Schnittstelle ist ein Display-Schnittstellenstandard für Desktop-PCs, Laptops, Workstations und PC-Monitore. Dieser Standard wurde primär als Ersatz für die analoge VGA-Schnittstelle eingeführt. UDI ist mit dem DVI-Standard kompatibel und soll zukünftig auch mit dem HDMI-Standard kompatibel sein. Wie HDMI/DVI nutzt auch UDI die High-bandwidth Digital Content Protection (HDCP)-Technologie. HDCP ist eine weit verbreitete Technologie zum Schutz von Inhalten bei der Wiedergabe hochauflösender Inhalte. Sie ermöglicht es UDI-kompatiblen Desktop-PCs, Laptops und Workstations, die neuesten digitalen Videos wiederzugeben. Für Anwender bietet UDI eine universelle Videoverbindung zwischen Host- und Anzeigegeräten, darunter Desktop- und Laptop-PC-Monitore, HDTVs und Projektoren. Für PC- und Monitorhersteller vereinfacht UDI die Integration diskreter und integrierter Bildsteuerung und ermöglicht es OEMs von Host-Plattformen und LCDs, komfortablere Anwendungen und höhere Bandbreiten zu geringeren Kosten anzubieten. Zu den wichtigsten Mitgliedern der Special Interest Group (SIG), die den UDI-Standard vorangetrieben hat, gehören Apple, Intel, LG Electronics, National Semiconductor, Samsung Electronics und Silicon Image. Der Grafikchip-Hersteller NVIDIA, der Halbleiterhersteller Thine Electronics sowie die Kabel- und Steckerhersteller FCI, Foxconn Electronics und JAE Electronics unterstützen diesen Standard ebenfalls. Die Video Electronics Standards Association (VESA) hat die finale Version des DisplayPort-Schnittstellenstandards veröffentlicht: DisplayPort 1.0. Als Nachfolger von DVI bietet DisplayPort zusätzlich zur Videoübertragung auch Unterstützung für die Übertragung von hochauflösenden Audiosignalen sowie für höhere Auflösungen und Bildwiederholraten. Diese Schnittstelle ermöglicht vielfältige Anschlussmöglichkeiten für PCs, Monitore, Display-Panels, Projektoren und Anwendungen mit hochauflösenden Inhalten. Um die Komplexität verschiedener Geräte zu reduzieren, integriert DisplayPort interne und externe Verbindungsmethoden und bietet wichtige Leistungsunterstützung für domänenübergreifende Anwendungen. Darüber hinaus ermöglicht er Leistungsverbesserungen zur Optimierung der Eigenschaften von Displays der nächsten Generation, wie Farbtiefe, Bildwiederholrate, Auflösung und andere fortschrittliche Anwendungen. Die DisplayPort-1.0-Spezifikation unterstützt einkanalige, unidirektionale Vier-Leitungs-Verbindungen mit einer Datenübertragungsrate von 10,8 Gbit/s, ausreichend für die Übertragung von unkomprimiertem Video und zugehörigem Audio. DisplayPort unterstützt außerdem einen bidirektionalen 1-Mbit/s-Hilfskanal zur Gerätesteuerung sowie 8-Bit- und 10-Bit-Farbtiefe. Für die Datenübertragung nutzt DisplayPort ein „mikropaketiertes“ Format. Ähnlich wie HDCP in der Unterhaltungselektronik schützt DisplayPort HD-Videodaten mit 128-Bit-AES-Verschlüsselung vor unbefugtem Kopieren. DisplayPort bietet einen nach vorne gerichteten Treiberkanal, der auf 1–4 Verbindungen erweitert werden kann, und basiert auf einer Mikrogehäusearchitektur. Diese unterstützt verschiedene Farbsättigungen, Bildwiederholraten und Bildschirmauflösungen. Die definierte bidirektionale Schleife ermöglicht eine flexible Übertragungssteuerung und Statusanzeige innerhalb der Mikrogehäusearchitektur. Diese Miniaturarchitektur bietet hervorragende Skalierbarkeit für eine größere Inhaltsvielfalt und entsprechende Anwendungen, ohne durch Rasterscandaten eingeschränkt zu sein. DisplayPort umfasst zudem mechanische Spezifikationen zur Standardisierung eines einfachen und benutzerfreundlichen Miniatursteckers mit optionalen Verriegelungssteckern für sicherere Verbindungen mit besonders langen Kabeln. Dieser Stecker verfügt über vier nach vorne gerichtete Kanäle für eine optimale Verbindung mit ultradünnen Laptops und bis zu vier Anschlüssen auf der Grafikkarte. Die mechanischen Spezifikationen definieren zudem einen Standard-Panelanschluss für interne Verbindungen. Weitere wichtige Merkmale von DisplayPort sind: Bereitstellung von Hochgeschwindigkeits-Vorwärtsverbindungen und bidirektionalen Hilfskanalfunktionen (bis zu 1 Mbit/s mit einem maximalen Puffer von 200 ms); Anwendungsunterstützung, unidirektionale Verbindungsverarbeitungskapazität von bis zu 10 Gbit/s, um den langfristigen Anforderungen der Computerindustrie gerecht zu werden; Unterstützung von Auflösungen oberhalb von QXGA und Farbtiefen von mehr als 24 Bit; Unterstützung verschiedener Chroma-Übertragungsstufen (6, 8, 10, 12 und 16 Bit); und Kompatibilität mit bestehenden VESA- und CEA-Standards. Beim Anschluss von DisplayPort-Geräten besteht Kompatibilität mit älteren Übertragungssystemen (wie DVI, VGA und LVDS). DisplayPort unterstützt Hot-Plugging, Anzeige bei entferntem Stecker und Überwachung von Verbindungsfehlern. Die Datenübertragung mit voller Bandbreite über ein 3 Meter langes Kabel im Direktantrieb wird unterstützt. Ebenso wird die Übertragung mit komprimierter Bandbreite über ein 15 Meter langes Kabel im Direktantrieb unterstützt. Mit einem 15 Meter langen Kabel unterstützt DisplayPort eine Mindestauflösung von 1080p bei 4 Kanälen, 24 Bit Farbtiefe und 50/60 Hz. DisplayPort ist mit bestehenden Geräten kompatibel: Es kann parallel zu bestehenden Schnittstellen verwendet werden und ermöglicht so Interoperabilität. Es bietet die Option zur gleichzeitigen Wiedergabe von digitalen Audio- und Bilddaten. Die synchronisierte Anzeige von Audio- und Videodaten wird mit einer Zeitdifferenz von ca. ±1 ms unterstützt. DisplayPort bietet architektonische Unterstützung für die Auswahl von Inhaltsschutzfunktionen. Es unterstützt hochwertige, unkomprimierte Audio- und Videoinhalte gemäß CEA-861-B sowie die Anforderungen der CEA-931-B-Fernsteuerungsübertragung zwischen Empfangs- und Quellgeräten. Verschiedene Audioformate, Audiocodierungen, Abtastfrequenzen, Abtastgenauigkeiten und Audiokanalkombinationen werden unterstützt. Bis zu acht Kanäle LPCM-codiertes Audio mit 192 kHz und 24-Bit-Abtastgenauigkeit werden unterstützt. Verschiedene Videoformate werden abhängig vom Seitenverhältnis und der Auflösung des Displays sowie verschiedene Bildwiederholfrequenzkombinationen gemäß den Timing-Standards VESADMT und CVT unterstützt. Es unterstützt EDID-Anzeige selbst bei geringem Gleichstrom, solange eine Stromversorgung angeschlossen ist. Verfügt der Monitor über einen Display-Controller, unterstützt es DDC/CI- und MCCS-Übertragungsbefehle. Es unterstützt Industriestandards für Unterhaltungselektronik wie RGB, YCbCr 4:2:2 und YCbCr 4:4:4. Vorteile von DisplayPort: Durch die Definition elektronischer Protokollspezifikationen lässt sich DisplayPort problemlos in Panel-Timing-Controller, Grafikprozessoren, Medienprozessoren und Display-Controller integrieren und erfüllt so vielfältige Anforderungen in verschiedenen Bereichen. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen: Die Verwendung eines einheitlichen Signalverfahrens für interne und externe Display-Anschlüsse vereinfacht die Gerätekomplexität und erleichtert die Massenproduktion. Die Anzahl interner und externer Kabel in digitalen Anzeigegeräten wird deutlich reduziert. Dank seiner erweiterbaren Architektur unterstützt es selektive Inhaltsschutzfunktionen, erfüllt die Schutzanforderungen von Inhaltsanbietern und ermöglicht Kosteneffizienz. Es verbessert die selektive Übertragung hochwertiger digitaler Audioinhalte. Es stärkt die Integration und das innovative Design fortschrittlicher Chips, vereinfacht Anzeigegeräte und ermöglicht die Massenproduktion digitaler Schnittstellen als Komponenten im Zuge des Übergangs von Computerarchitekturen zu niedrigem Stromverbrauch. Die DisplayPort-Funktionalität umfasst die Integration von Grafikkarten-Sendegeräten und die Empfangsfunktion von Panel-Timing-Controllern. Sie bietet höhere Bandbreite bei weniger Leitungen und berücksichtigt dabei die Leistung bestehender Technologien. Sie ermöglicht Leistungserweiterungen zur Unterstützung von Upgrades auf verschiedene Leitungen und Betriebsfrequenzen. Sie eignet sich für eingebettete Taktarchitekturen, um elektromagnetische Störungen (EMI) und die Anzahl physischer Verbindungen zu reduzieren. Sie bietet kleine externe Anschlüsse und ermöglicht das Einstecken von vier Anschlüssen in Standard-PCI-Kartensteckplätze. Zu den wichtigsten Herstellern, die die DisplayPort-Technologie unterstützen, gehören derzeit ATI Technologies, Dell, Intel, LG, Lenovo, National Semiconductor, Genesis Microchip, HP, Molex Incorporated, NVIDIA, Philips Electronics, Samsung Electronics und Tyco Electronics. Der offene DisplayPort-Standard ermöglicht es Anwendern, innovative Produkte zu entwickeln, die nicht mehr durch Anwendungsbereiche und Leistung eingeschränkt sind. Genesis Microchip wird Produkte mit DisplayPort-Schnittstellen auf den Markt bringen, um eine führende Rolle einzunehmen. Molex kündigte außerdem die Entwicklung eines externen DisplayPort-Verbindungssystems an, das alle Anforderungen des DisplayPort-1.0-Standards erfüllt und höhere Audio- und Bildauflösungen unterstützt. Das SMT-Steckverbindersystem mit 0,50 mm Rastermaß nutzt eine Metallabschirmung für umfassenden Schutz vor elektromagnetischen Störungen (EMI) und Hochfrequenzstörungen (RFI). Dieser Steckverbinder ist deutlich kleiner als ein DVI-Steckverbinder, bietet aber eine höhere Leistung. Passend zu den Steckverbindern werden ab dem dritten Quartal 2006 auch 3 m (kurz) und 15 m (lang) lange Kabel erhältlich sein.
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